Filmkritik

The Night of the Living Langeweile: Trotz „Cannes 2020“-Label enttäuscht „Peninsula“

Nach „The Walking Dead“ und dem Tod von George A. Romero 2017 wünschte Mensch den lebenden Untoten ihren wohlverdienten künstlerischen Frieden. Internationale Filmautoren machten diesem Frieden einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. „Zombie Child“, „Atlantique“, „Little Joe“ oder „The Dead Don't Die“ – Zombies waren überall in Cannes letztes Jahr. Die Verantwortlichen beim Festival wollten diesen Trend weiterführen. So hat „Peninsula“ des koreanischen Autors und Regisseurs Yeon Sang-ho das Prädikat „Cannes 2020“ bekommen.

Die Effekte sehen manchmal aus wie eine „Mad Max“-Videospiel-Adaptation für eine Playstation-2-Konsole

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Vor einigen Jahren wurde Yeons Zombiefilm „Train to Busan“ ein internationaler Überraschungshit. Dieser wusste mit einem spannenden formalen Dispositif und einer cleveren Dramaturgie – irgendwo zwischen Bong Joon-hos „Snowpiercer“ und „World War Z“ – sowie einem Händchen für überdurchschnittlich geschriebene Figuren zu überzeugen. Yoens neuer Streich siedelt sich jetzt zwar im gleichen Universum wie „Train to Busan“ an, übernimmt jedoch keine der Figuren.

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