Filmkritik
„Tatami“: Der Nahost-Konflikt auf einer Reismatte
Mit „Tatami“ setzt ein israelisch-iranisches Regieduo ein Statement. Das packend inszenierte, bedrückende Sport-Drama ist ein Plädoyer für Freiheit und Selbstbestimmung.
Die iranische Judoka Leila Hosseini (Arienne Mandi) schlägt jede, wird aber von Funktionären aus dem Iran unter Druck gesetzt … Foto: © Judo Production LLC/Juda Khatia Psuturi
Dass im Sport auf dem internationalen Parkett faire Regeln und Neutralität gelten, ist zwar ein hochgehaltener hehrer Grundsatz, doch leider nicht die Realität. Der Wolfsgruß des türkischen Fußballspielers Demiral bei der EM sorgte zuletzt für Aufregung und zeigt einmal mehr, dass Sportler:innen nicht gefeit sind vor nationalistischer Ideologisierung.