Tornadojagd

Tageblatt-Redakteur David Rock fährt durch Blitzspektakel – und golfballgroßen Hagel

Der zweite und dritte Tag der Jagd in den USA bietet fast alles, was die rohe Gewalt der Natur zu bieten hat.

Blitze zucken in schneller Folge über den dunklen Himmel der menschenleeren Great Plains bei Gewitter

Blitze zucken fast im Sekundentakt durch den Himmel über den menschenleeren Great Plains Foto: Germain Delagardelle

Ein ohrenbetäubender Knall lässt mich aufschrecken. Instinktiv mache ich ein paar Schritte Richtung Auto. Neben mir johlt Philippe aufgeregt. Eine Sekunde vorher ist ein Blitz ganz in der Nähe eingeschlagen. Das „Tornado Trio“ und ich stehen unter einer Tankstelle irgendwo in den Great Plains – und lassen uns von einem heftigen Gewitter überrollen.

Am zweiten Tag der Tornadojagd verfolgen wir eine Superzelle westlich von Oklahoma City. Der erste Tornado entgeht uns am Samstag zwar weiterhin, aber die Natur liefert in den endlosen Landschaften ein absolutes Spektakel. Die Zelle hat gleich zwei Zentren gebildet – die wie Weltraumschiffe über den Horizont ziehen. Immer wieder halten wir auf den endlosen Landstraßen am Straßenrand an und schauen zu, wie unzählige Blitze durch die Wolken schießen. Manche erleuchten sekundenlang den dunklen Himmel.

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