Berlin

Streit um Folterfotos: Biennale meldet Rückzug dreier Künstler

Nach der Kontroverse um das Werk eines französischen Künstlers, das Folterszenen aus dem Gefängnis Abu Ghraib im Irak zeigt, ziehen sich einige aus dem Irak stammende Künstler von der Berlin Biennale zurück. Die Künstler Layth Kareem, Raed Mutar und Sajjad Abbas hätten am Dienstag mitgeteilt, dass sie ihre Beteiligung an der 12. Berlin Biennale zurückziehen, teilten die Veranstalter mit. „Wir respektieren die Entscheidung der Künstler, ihre Werke zurückzuziehen, wenngleich wir sie sehr bedauern.“

Bilder, die verstören: Jean-Jacques Lebel hat am Hamburger Bahnhof ein Labyrinth des Schreckens gebaut 

Bilder, die verstören: Jean-Jacques Lebel hat am Hamburger Bahnhof ein Labyrinth des Schreckens gebaut  Foto: AP/dpa

Die Werke von Raed Mutar und Sajjad Abbas seien bereits in enger Absprache mit den Künstlern an anderen Ausstellungsorten platziert worden, hieß es in der Mitteilung. „Alle drei Werke sind nun nicht mehr in der Ausstellung zu sehen.“ Sie seien nach wie vor daran interessiert, die Kontroverse und die entstandenen Verletzungen aufzuarbeiten. Sie wollten die Beteiligten einladen, in einer öffentlichen Veranstaltung darüber zu sprechen.

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