Kulturnews

Stipendium für Nina Tomàs, 25. „Nuit des musées“, Cropmark macht Cocktailbuch und die Luxembourg Art Week steht an

Die Sommerpause ist vorbei und der Kultursektor startet in die neue Saison. Hier die ersten News aus Luxemburg im Überblick, Eventtipps inklusive.

Die Tageblatt-Kulturnews sind zurück aus der Sommerpause

Die Tageblatt-Kulturnews sind zurück aus der Sommerpause Bild: Pexels

Stipendium Francis-André geht an Nina Tomàs

Die Künstlerin Nina Tomàs, deren letzte Ausstellung bei Nosbaum Reding/Projects in Erinnerung bleibt, hat jetzt das mit 15.000 Euro dotierte Stipendium Francis-André erhalten. Sie soll damit ihr Projekt „Murmures“ in den nächsten zwei Jahren entwickeln und finalisieren können.

Der nationale Kulturfonds Focuna, der das Stipendium in Zusammenarbeit mit der Stiftung Francis-André vergibt, unterstreicht, dass die Jury den Reichtum, die Sensibilität und die Ambition ihrer Szenografie geschätzt hat.

Nina conçoit chaque tableau comme un habitat où faire revivre événements et gens

Marie-Anne Lorgé

Kulturkritikerin in „Fête des sens“, 2023

Fokussierte die Künstlerin sich bislang auf Textilien und Weiterverarbeitung traditioneller Materialien, so beschreitet sie nun neue Wege, indem sie den „Ton“ als Verbindungsglied zwischen Wandmalerei, Installation und Eigenerzählung nutzt. (fw)


Crowdfunding für Cocktailbuch

„40 recipes, one counter, a terroir we didn’t see coming.“ Das schreibt die Luxemburger Kommunikationsagentur Cropmark auf ihrer Website – und kündigt damit ihren Einstieg ins Verlagswesen an. Das erste Projekt ist das Cocktailbuch „Weird Stuff Only“ des Barkeepers Raphaël Betti (Bar à Cocktails, BAC) und des Fotografen Rick Tonizzo. Damit das Buch es in die Läden schafft, startet Cropmark eine Kampagne: Wer das Projekt unterstützen will, kann das Buch mit (49 Euro) und ohne Widmung (45 Euro) vorbestellen. Legt man noch ein paar Euro drauf, gibt es zum signierten Buch einen Cocktail im BAC dazu. Weitere Infos: ulele.com.


25 Jahre „Nuit des musées“

Am 10. Oktober steigt die 25. „Nuit des musées“ in Luxemburg-Stadt. Die sieben Museen der Hauptstadt – „d’stater muséën“ – öffnen ihre Türen von 17 bis 1 Uhr nachts. Für die Jubiläumsausgabe haben sie sich ein gemeinsames Projekt ausgedacht, wie aus einer Pressemitteilung zum Event hervorgeht: „Les sept musées ont imaginé un projet artistique commun avec l’illustratrice Irina Moons. Le parcours devient ainsi une œuvre à compléter soi-même.“ Das Publikum erhält kostenlos ein Heftchen, in dem es in jedem Museum einen Stempel der Künstlerin Moons sammeln kann.

Nachts im Park der Villa Vauban: Am 10. Oktober lädt das Bündnis „d‘stater muséën“ zur jährlichen „Nuit des musées“ 

Nachts im Park der Villa Vauban: Am 10. Oktober lädt das Bündnis „d‘stater muséën“ zur jährlichen „Nuit des musées“ Foto: Editpress/Julien Garroy

Der Vorverkauf zur 25. Ausgabe läuft online noch bis zum 5. Oktober auf luxembourgticket.lu und in den teilnehmenden Museen sowie im Luxembourg City Tourist Office noch bis zum 9. Oktober. Die Ticketpreise liegen zwischen 10 Euro (Erwachsene) und 3 Euro (16-26 Jahre). Für Kinder und Kulturpass-Besitzer*innen ist der Eintritt frei. Das gesamte Angebot der Museen ist unter anderem auf museumsmile.lu einzusehen. (ispi)


Die Luxembourg Art Week naht

Für ihre 12. Ausgabe vereinigt die Luxembourg Art Week (LAW, 20.-22. November 2026) 78 Aussteller aus 15 Ländern, davon nehmen 22 Galerien zum ersten Mal an dieser Veranstaltung teil. Dass die LAW sich mittlerweile international etabliert hat, unterstreicht die Teilnahme von 78 Prozent an internationalen Ausstellern, was einem Plus von zehn Prozent gegenüber 2025 entspricht. Hervorzuheben ist außerdem der Programmpunkt Focus Photo: Fotografische Praktiken diverser Art werden präsentiert, dies in Anlehnung an den „Bicentenaire de la photographie“, der 2026 und nächstes Jahr in Frankreich gefeiert wurde und wird. Wie bei den ersten elf Editionen gibt es dieses Jahr mit 17 Teilnehmern eine starke Präsenz aus Luxemburg, dies sowohl mit etablierten als auch neuen Galerien und einer Zusammenarbeit mit Einrichtungen (Museen, Medien usw.).

78

Aussteller beteiligen sich an der Luxembourg Art Week 2026

Wie im Vorjahr können sich Kunstfreunde auch am „Art Walk“ im öffentlichen Raum erfreuen: Eine Initiative die auf zwei Pfeilern steht, einmal mit Skulpturen an verschiedenen Orten („sculpture trail“), und zum zweiten mit Präsentationen in Geschäftsschaufenstern („capsules“). Der „Art Walk“ startet schon im Oktober und bereitet so die Stadt Luxemburg auf die eigentliche Messe im Zelt auf dem Glacis-Feld auf Limpertsberg vor.

Bei der Luxembourg Art Week, hier 2024, kommen Kunstfans auf ihre Kosten

Bei der Luxembourg Art Week, hier 2024, kommen Kunstfans auf ihre Kosten Foto: Editpress/Julien Garroy

Umfasst die Messe wie gehabt eine Main Section mit „etablierten Galerien“ sowie die Abteilung „Take Off“ mit „jungen und aufstrebenden“ Kunsthäusern, wird 2026 auch Wert auf „Projekte & Institutionen“ gelegt. Dies, um den Dialog zwischen den Akteuren (darunter vier Teilnehmer aus Luxemburg) der Kunstszene zu fördern. Neben den ausgestellten Werken wird im Rahmen von Podiumsdiskussionen der Austausch zwischen Experten, Sammlern und Kunstinteressierten angestrebt. Das Programm werden wir später im Detail vorstellen. (fw)


CinéStarlight feiert Comeback

„[La] fermeture nous permettra d’améliorer votre expérience au cinéma avec des installations modernisées et une ambiance renouvelée“, kündigte das Team vom CinéStarlight Anfang des Jahres an. Jetzt öffnet das regionale Kino erneut seine Türen, die offizielle Einweihung findet am 5. Oktober statt. Ursprünglich war der Abschluss der Arbeiten für Mai geplant. (ispi)


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