Literatur

Stadt, Land, Fluss

Unterschiedlicher könnten zwei Bücher kaum sein: Während Verena Güntners „Power“ von der Einsamkeit in einem verlassenen Dorf erzählt und dabei das Fantasy- und Horrorgenre zitiert, ist Leif Randts „Allegro Pastell“ ein Porträt einer hippen, selbstbezogenen Smartphone-Generation, das formal seinen joggenden, Selfies-besessenen Figuren in nichts nachsteht. Ingo Schulzes „rechtschaffenden Mörder“ erzählt in drei Anläufen die Geschichte eines weltfremden Antiquars, der nach der Wende zum ersten Mal merkt, dass man vor dem Weltgeschehen nicht flüchten kann – und die falschen Konsequenzen aus dieser Erkenntnis zieht.

Leif Randt

Leif Randt Foto: © Zuzanna Kałużna

Laut Slavoj Zizek leben wir zunehmend in einer entkoffeinierten Gesellschaft. Mit „Allegro Pastell“ liefert Leif Randt die perfekte Bedienungsanleitung für eine abgestumpfte Welt, in der jede Erfahrung zum Simulakrum geworden ist.

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