Teurer als erwartet

Sportkomplex „Strutzbierg“ in Düdelingen offiziell eröffnet

Seit der „Rentrée“ 2024/2025 stehen den Düdelinger Schulkindern ein neues Schwimmbecken und eine neue Sporthalle zur Verfügung. Am Freitag wurde der Sportkomplex „Strutzbierg“ offiziell eröffnet. 26 Millionen Euro kostete der Bau die Gemeinde, einige Millionen mehr als ursprünglich veranschlagt.

Das neue Schwimmbecken ist zur Freude der Schüler schon seit Herbst in Betrieb

Das neue Schwimmbecken ist zur Freude der Schüler schon seit Herbst in Betrieb Foto: Editpress/Alain Rischard

Wie schon etliche Bauherren vor ihnen mussten auch die Düdelinger Gemeindeverantwortlichen eine saftige Preissteigerung während des Baus hinnehmen. Im September 2020 war das Projekt vom Gemeinderat abgesegnet worden; der Kostenvoranschlag belief sich damals auf 19,5 Millionen Euro. Satte 23 Prozent sind es am Ende mehr geworden. Dass das Sportministerium den Bau mit rund 26 Prozent fördert, mag vielleicht ein Trost sein; definitiv ein Trost ist das Ergebnis, wovon wir uns am Freitagnachmittag anlässlich der offiziellen Eröffnung überzeugen konnten.

An fast gleicher Stelle befanden sich schon vorher eine Sporthalle und eine Schwimmhalle. Mehrere Male seien die Gebäude, die aus den 1970er-Jahren stammten, renoviert worden, erzählt Bürgermeister Dan Biancalana. Nun sei man aber nicht mehr um einen Neubau herumgekommen. Die alten Bauwerke und ein altes Pfarrhaus wurden im Sommer 2021 abgerissen, um einem modernen Gebäude Platz zu machen. Im Erdgeschoss sorgt viel Holz für eine angenehme Atmosphäre; zudem wurde Wert auf optimalen Schallschutz gelegt, was bei Dutzenden von gleichzeitig spielenden Schulkindern sinnvoll ist. Die Hälfte des Daches ist mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet, derweil ein Regenwasserkollektor Wasser für die angrenzenden Grünflächen liefert

Konzipiert wurde das Gebäude von „CBA Architectes“

Konzipiert wurde das Gebäude von „CBA Architectes“ Foto: Editpress/Alain Rischard

3.300 Quadratmeter Sportfläche stehen dort jetzt zur Verfügung, aufgeteilt auf eine Sporthalle im Erdgeschoss und ein Schwimmbecken von 10x25 Metern. „In Düdelingen kann jedes Schulkind (2014/25 sind es in Düdelingen 1.915) schwimmen lernen“, sagte der Bürgermeister stolz.

Wegen Schwimmbadmangels kann nicht jede Gemeinde des Landes diesen Service anbieten. Zwei Schulklassen können das Becken gleichzeitig benutzen, und da die Tiefe in einer Hälfte des Beckens verändert werden kann, können auch Kleinkinder darin schwimmen.

Die Farbe des Bodens

Genutzt werden wird der neue Sportkomplex in erster Linie von den Kindern der naheliegenden Schule und der „Maison relais“, aber auch vom lokalen Schwimmklub und vom Tischtennisklub DT Düdelingen. Die Farbe des Bodenbelags in der 525 Quadratmeter großen Sporthalle ist übrigens diesem Umstand geschuldet. Da der kleine weiße Pingpong-Ball während eines Spiels immer gesehen werden muss, muss die Farbe des Bodens ausreichend Kontrast bieten; in diesem Fall ist er orange. Mobile Tribünen, die erst im Februar geliefert werden sollen, werden 100 Zuschauern Platz bieten.

Ein Prozent der Baukosten sollen in Kunstwerke investiert werden, die in das Gebäude oder seine Umgebung integriert werden. Die Werke von zwei Künstlerinnen sind bereits im Untergeschoss zu sehen. An einer Wand neben dem Schwimmbecken hat Sali Müller eine Blumenwiese aus Neonlicht installiert. Bei den Umkleidekabinen, neben den Haartrocknern, hängen Spiegel in Form von Tiergesichtern der Künstlerin Claudia Passeri.

Ein drittes Kunstwerk – ein Tetraptychon aus Metallkästen von Patrick Galbats – wird erst noch geliefert und im Korridor im Erdgeschoss installiert. Die offizielle Eröffnung dieser Kunst am Bau findet im Frühjahr statt.

Die Sporthalle wird ebenfalls vom Tischtennisklub genutzt

Die Sporthalle wird ebenfalls vom Tischtennisklub genutzt Foto: Editpress/Alain Rischard

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