Wetter in Luxemburg
Sonnige Woche mit bis zu 23 Grad – dann rollen die Gewitter heran
Der Hochdruck behält auch diese Woche die Oberhand – und der Regen lässt weiter auf sich warten. Zum Wochenende hin könnte sich das zumindest ansatzweise ändern.
Das Wetter lädt weiterhin zum Verweilen in der Natur ein Foto: Guido Romaschewsky
Aktuell liegt der Kern des dominierenden Hochdruckgebiets nordwestlich von uns, über den Britischen Inseln. Von Irland aus zieht er über Schottland weiter in Richtung Skandinavien, wo er am Mittwoch ankommen dürfte. Gleichzeitig dehnt sich das Hochdruckfeld nach Süden und Südosten aus, sodass sich ab Donnerstagabend ein ausgedehnter Hochdruckkomplex über weite Teile Mitteleuropas legt. Erst zum Wochenende hin macht die Verlagerung dieses Kerns nach Osten Platz für etwas Tiefdruckeinfluss, der von Westfrankreich und dem Ärmelkanal her heranrückt.
Schleierwolken, Sonne und ein trockener Wind
Der Montag zeigte sich sonnig, allerdings nicht mehr ganz ungestört: Schleierwolken trübten den Himmel etwas ein, ohne jedoch Regen zu bringen. Die Temperaturen erreichten 18 bis 20 Grad. Am Dienstag halten die Wolken in der ersten Tageshälfte noch an, verziehen sich aber spätestens am Nachmittag. Die Temperaturen steigen auf 20 bis 22 Grad, lokal sind 23 Grad möglich.
Mittwoch präsentiert sich von seiner sonnigen Seite mit Höchstwerten von 18 bis 21 Grad. Auffällig ist dabei ein spürbarer bis frischer Nordostwind, der die Bodenoberflächen weiter austrocknet. Und dennoch: Von einer Dürre sind wir weit entfernt. Lediglich macht sich gebietsweise Trockenstress in der Vegetation bemerkbar, wie die vereinzelten Vegetations- und Flächenbrände der vergangenen Tage eindrücklich unterstreichen. Bitte geht verantwortungsvoll mit der Natur um und hinterlasst nichts, was einen Brand auslösen könnte! Am Donnerstag folgt ein weiterer trockener, windiger und sonniger Tag mit 17 bis 19 Grad.
Es zeichnen sich Chancen auf Regen ab
Von Westen her drückt ein kleines Tiefdruckgebiet feuchtwarme Luftmassen in die bereits bestehende Warmluft. Das sorgt nicht nur für Hebung, sondern schafft auch die Voraussetzungen für Schauer und Gewitter. Der Freitag bleibt noch überwiegend freundlich bei 20 bis 22 Grad, lokal 23 Grad. Im Laufe des Samstags sind dann einzelne Gewitterzellen mit punktuellem Starkregen und spürbarem Wind nicht unwahrscheinlich. Auch für Sonntag deuten die Modelle vereinzelte Schauer an, bei lokal bis zu 20 oder 21 Grad. Mit aktuell simulierten 5 bis 15 Litern pro Quadratmeter könnte es am Ende jedoch sein, dass die Tropfen auf dem warmen Stein schlicht verdunsten.
Unbeständige Fortsetzung oder Stabilisierung?
Das amerikanische Modell sieht das Wochenende als Auftakt einer unbeständigeren Phase, die sich bis etwa zum 5. Mai ziehen könnte. Bei milden bis warmen Temperaturen, die stellenweise sogar Richtung 25 Grad und darüber klettern könnten, würden sich immer wieder Schauer und einzelne Gewitter entwickeln. Vom 7. bis rund um den 10. Mai tauchen ähnliche Signale erneut auf.
Das europäische Modell stimmt dem nur teilweise zu. Bis zum 6. oder 7. Mai sieht auch es gelegentliche Niederschläge mit Gewitterpotenzial, danach könnte jedoch ein Hoch über Nordwesteuropa erneut eine Blockadestrategie einleiten. In diesem Fall würden die warmen Luftmassen aus dem Süden nicht weit genug nach Norden vordringen, was spürbar niedrigere Temperaturen zur Folge hätte. Welches Modell die bessere Nase beweist, werden die kommenden Tage zeigen.