Gastbeitrag

Sexismus gegen Männer: Gibt es so etwas überhaupt?

Nicht zuletzt seit der #MeToo-Bewegung wurden sexistische Übergriffe gegen Frauen mediatisiert. Selbst nachdem zahlreiche Beispiele von verbaler und/oder körperlicher Gewalt an die Öffentlichkeit gedrungen waren, bleibt noch viel zu tun. Als Reaktion auf diese Arbeit hört man nicht selten die Aufforderung, dass Medien sich auch mit Sexismus gegen Männer auseinandersetzen sollten. Eine einfache Antwort auf die Frage, ob Sexismus gegen Männer existiert, gibt es nicht.

Wird von Sexismus gegen Männer gesprochen, sollte man dies aus einer differenzierten Perspektive tun

Wird von Sexismus gegen Männer gesprochen, sollte man dies aus einer differenzierten Perspektive tun Foto: dpa/Jens Kalaene

Bei dem Begriff „Sexismus“ handelt es sich um einen Oberbegriff für eine Vielzahl von unbewussten und bewussten Diskriminierungshandlungen auf der Basis des Geschlechtes. Dies kann von verbalen bis hin zu körperlichen Übergriffen gehen. Die Grundlage für Sexismus sind immer Geschlechtertheorien und Vorurteile, die davon ausgehen, dass Frauen und Männer einen ungleichen sozialen Status haben. Sexismus ist eine Form von Diskriminierung und Diskriminierung funktioniert immer auf die gleiche Art. Diskriminierung ist strukturelle Benachteiligung und basiert auf einer Machthierarchie. Demnach funktioniert Diskriminierung immer in eine Richtung; von oben nach unten, weshalb Personen an der Macht in der Regel von den bestehenden Strukturen profitieren.

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