Belval

Sechs Monate autonome Shuttles: Technik überzeugt, Fahrgäste zögern

Trotz der Aufschrift „Essai scientifique“ können die selbstfahrenden Kleinbusse der CFL in Belval bereits seit einem halben Jahr genutzt werden. Die Eisenbahngesellschaft sieht jedoch noch Potenzial bei der Nutzung der autonomen Shuttles.

Zwei selbstfahrende Shuttles in Belval, 4,7 m lang, 2,15 m breit, fahren mit bis zu 25 km/h, Fahrgäste an Bord

Sie sind 4,7 Meter lang, 2,15 Meter breit und mit bis zu 25 km/h unterwegs: zwei selbstfahrende Shuttles in Belval, in die Fahrgäste seit dem vergangenen August einsteigen können Foto: Editpress/Alain Rischard

Seit sechs Monaten befördern autonome Shuttlebusse in Belval Passagiere von A nach B. Die erste Bilanz der „Société nationale des chemins de fer luxembourgeois“ (CFL) zu den elektrischen Bussen – die im Prinzip ohne menschliches Eingreifen gesteuert werden – fällt nach dem ersten halben Jahr positiv aus. Vor allem mit Blick auf die Technik hat sich das Projekt bewährt, wie die Nachfrage bei der Pressestelle der Eisenbahngesellschaft ergibt: „Die Statistik der gefahrenen Kilometer zeigt, dass das System zuverlässig funktioniert.“

Sensoren an den aus Neuseeland stammenden Fahrzeugen erkennen Hindernisse. Vereinzelt muss das Personal an Bord laut CFL jedoch noch eingreifen – etwa „wenn ein Hindernis im Weg ist oder bei komplexen Verkehrssituationen“. Bei Bauarbeiten, falsch abgestellten Fahrzeugen oder Verkehrsteilnehmenden, die gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen, übernimmt die oder der Sicherheitsbeauftragte an Bord. Fünfzehn Angestellte wurden dafür eigens geschult. Die CFL betont: „Im Allgemeinen meistert das Shuttle diese Situationen aber gut.“

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