Kokain in Betonträger gegossen

Schmuggelnetz von Luxemburg nach Großbritannien ausgehoben

Die organisierte Kriminalität nutzt Beton nicht nur, um ihre Gegner mit beschwerten Füßen im Hafen zu versenken. Auch als Tarnung für Rauschgift muss es erhalten. Ein internationales Schmugglernetzwerk muss nun lernen, dass es ein weiteres Anwendungsfeld für Beton gibt: Gefängnismauern.

Die Kokainpäckchen wurden im nassen Beton versteckt.

Die Kokainpäckchen wurden im nassen Beton versteckt. Foto: Parquet

Ein internationales Drogennetzwerk, das Kokain in Betonplatten aus Luxemburg versteckte und nach Großbritannien schmuggelte, ist endgültig ausgehoben. Das teilt die Luxemburger Staatsanwaltschaft mit. In der Woche vom 6. Januar 2025 verurteilte das Berufungsgericht Lüttich zwölf Beteiligte zu Haftstrafen von bis zu elf Jahren und ordnete die Beschlagnahmung von insgesamt zwei Millionen Euro an. Der Fall zeigt das enorme Ausmaß des illegalen Handels: 2022 fanden Ermittler in einem Lager in Arlon 115 Kilogramm Kokain – der Straßenverkaufswert liegt bei rund 80.000 Euro pro Kilo.

Der Erfolg ist das Ergebnis einer internationalen Kooperation von Polizei und Staatsanwaltschaft: Ermittler aus Belgien, Luxemburg, den Niederlanden und Serbien koordinierten zeitgleiche Razzien und durchkreuzten damit die Pläne der Drogenhändler.

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