Fischerei
Schlechter Zustand: Kann der Moselfisch bedenkenlos verzehrt werden?
Der Mosel geht es nicht gut. Der Fluss und seine Bewohner sind vielen Belastungen ausgesetzt und die Wasserqualität schneidet in fast allen Kategorien der Zustandsbewertung schlecht ab. Hier stellt sich die Frage: Kann man Moselfisch ohne Bedenken verzehren? Das Tageblatt hat beim Wasserwirtschaftsamt und bei der Luxemburger Veterinär- und Lebensmittelverwaltung nachgefragt.
Fischen: ja. Verzehren: na ja. Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Frittierter Fisch von der Mosel – was des einen Traditionsspeise ist, lässt der andere lieber bleiben. Und auch am Karfreitag landeten sicherlich auch einige Moselfische auf dem Teller – doch kann man diese überhaupt bedenkenlos essen? Frankreich hat den Verzehr von Moselfischen generell verboten. Zu hoch sei unter anderem der PCB (Polychlorierte Biphenyle)-Gehalt: krebserregende Chlorverbindungen, die sich in verschiedenen Fischen anreichern können. Vor allem große, alte und fetthaltige Fische aus dem Grenzgebiet der Mosel und Sauer sind laut der Luxemburger Veterinär- und Lebensmittelverwaltung (ALVA), die 2022 vom Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Weinbau gegründet wurde, betroffen.