„Firnis“ von Philipp Löhle
„Scheiße fressen“
Philipp Löhle zeichnet in seiner schwarzen Komödie „Firnis“ im Staatstheater Saarbrücken das Bild einer Gesellschaft, in der jeder nach unten tritt. Die Inszenierung von Christoph Mehler spart nicht an Klischees und ausgerechnet beim Thema Wokeness überspannt er den Bogen.
In „Firnis“ von Philipp Löhle spielt Gewalt eine große Rolle Foto: Martin Sigmund
„Firnis“ heißt der dünne Anstrich, der zuletzt auf ein Gemälde aufgetragen wird, um es vor Kratzern zu schützen. Philipp Löhle, der nach Theater-Koryphäen wie Milo Rau oder Roland Schimmelpfennig in diesem Jahr die zehnte Poetikdozentur für Dramatik an der Universität des Saarlandes innehat, hat diesen Titel für sein Stück gewählt, um ein apokalyptisches Bild unserer Gesellschaft zu zeichnen.