Regionales Saatgut: In der Grauzone 

SEED arbeitet für die Erhaltung regionaler Obst- und Gemüsesorten

Der Samen entscheidet, was später auf den Teller kommt: ob Obst, Gemüse oder Getreide gentechnisch verändert ist, ob es von einer regionalen Pflanze stammt oder von einer aus Südamerika. Die Bewahrung traditioneller, lokal angepasster Sorten ist ein vergessenes und unterschätztes Thema. Bislang interessieren sich nur Spezialisten dafür. Das Netzwerk SEED kämpft seit zehn Jahren um Anerkennung und Förderung.

75 Prozent der europäischen Bevölkerung leben in Städten. Im mediterranen Garten von Schwebsingen werden private Gartenbesitzer beraten, wie sie Biodiversität im eigenen Garten umsetzen können. Außerdem ist dort eine Datenbank mit 50.000 bestimmten Sorten entstanden – ein Schwerpunkt liegt auf regionalen Obstsorten. 

75 Prozent der europäischen Bevölkerung leben in Städten. Im mediterranen Garten von Schwebsingen werden private Gartenbesitzer beraten, wie sie Biodiversität im eigenen Garten umsetzen können. Außerdem ist dort eine Datenbank mit 50.000 bestimmten Sorten entstanden – ein Schwerpunkt liegt auf regionalen Obstsorten.  Foto: Editpress/Claude Lenert

„Wir machen hier keine Folklore“, sagt Frank Adams (60), Generalsekretär bei SEED. „Hier geht es um Nahrungssicherheit und Dienst an der Gesellschaft.“ Der gelernte Gärtner und Lehrer an der Ackerbauschule in Gilsdorf sitzt zusammen mit SEED-Präsident Georges Moes (60) im Büro des mediterranen Gartens in Schwebsingen. Einen Stock tiefer überwintern gerade Palmen und Kakteen, es ist noch zu kalt.

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