Steinfort
Referendum zur Schulfrage scheitert an fehlenden Unterschriften
Zu wenig Unterschriften: Das Referendum zur Steinforter Schulfrage kommt nicht zustande. Die CSV kündigt nun an, konstruktiv an den weiteren Plänen mitarbeiten zu wollen.
Das Referendum, welches von der CSV gefordert wurde, ist vom Tisch Foto: Marco Goetz
Die Initiative für ein Referendum zur künftigen Schulstruktur in Steinfort ist gescheitert. Für das von der CSV gestartete und später auch von „déi gréng“ unterstützte Vorhaben kamen bis zum Ende der gesetzten Frist nicht genügend Unterschriften zusammen. Damit ist ein Referendum zur Schulfrage vom Tisch.
Im Kern ging es um eine Frage, die die Gemeinde langfristig prägen dürfte: Soll die Grundschule künftig an einem einzigen Standort gebündelt werden oder bei einer Aufteilung auf mehrere Standorte bleiben? Die LSAP-Mehrheit im Gemeinderat setzt weiterhin auf ihr Modell mit zwei Schulstandorten in Steinfort und Kleinbettingen. Die CSV hatte dagegen einen zentralen Campus auf dem Gelände „A Backent“ vorgeschlagen und wollte darüber die Bevölkerung abstimmen lassen.
Dass Steinfort neue und moderne Schulinfrastrukturen braucht, stand dabei kaum zur Diskussion. Die Gemeinde wächst seit Jahren, der Bedarf an Klassenräumen und Betreuungsstrukturen steigt. Die Diskussion drehte sich deshalb weniger um das Ob, sondern um das Wie.
Im Gespräch mit dem Tageblatt zeigte sich Georges Zeimet von der CSV selbstkritisch. Es gebe wohl mehrere Gründe für das Scheitern. Letztlich habe man die Menschen nicht überzeugen können. Für ihn könne das auch als Signal verstanden werden, dass die Bevölkerung entweder nicht hinter dem vorgeschlagenen Projekt stehe oder dem Thema nicht die nötige Priorität beimesse.
Georges Zeimet gibt sich selbstkritisch Foto: Commune de Steinfort
Die CSV wolle daraus jedoch keinen politischen Grabenkampf machen. Bereits in der vergangenen Gemeinderatssitzung habe die Partei deutlich gemacht, dass sie nun konstruktiv an den Plänen der Mehrheit mitarbeiten wolle. „Es geht schließlich nicht um uns, sondern um die Zukunft der Kinder“, sagte Zeimet.
Damit bleibt die Richtung vorerst politisch klar: Die LSAP-Mehrheit kann ihre Planung mit zwei Schulstandorten weiterverfolgen. Die Diskussion darüber, wie die Grundschule der Zukunft in Steinfort aussehen soll, dürfte die Gemeinde dennoch weiter begleiten.