Kultur
Programm mit vielen Überraschungen: Ein Überblick über die Filmfestspiele in Venedig
Obwohl in Hollywood der Streik anhält, in dessen Folge Denis Villeneuves „Dune 2“ seinen Starttermin hat verschieben müssen, findet das 80. Filmfestival in Venedig statt. Das Tageblatt wirft einen Blick auf das Programm der 80. „Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica“, das einige Überraschungen zu bieten hat.
Das Filmfestival Venedig steht wegen des Hollywood-Streiks vor besonderen Herausforderungen Archivfoto: Claudio Onorati/ANSA/epa/dpa
Den Auftakt im Wettbewerb um den begehrten Goldenen Löwen macht der italienische Spielfilm „Commandante“ von Edoardo De Angelis – mit Pierfrancesco Favino, dem gegenwärtigen Star des italienischen Kinos, prominent besetzt, erzählt „Commandante“ von einem italienischen Unterseeboot zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Favino gibt Salvatore, den ganz eigenwilligen Kapitän der „Cappellini“ – ein Prestigeprojekt des italienischen Kinos. Ein thematisch noch viel italienischerer Film, jedoch unter der Regie eines Amerikaners, ist „Ferrari“ von Michael Mann. In diesem lang erwarteten Film schildert Mann die Krisenjahre des weltbekannten Motorunternehmens rund um das Rennen der Mille Miglia 1957. Es mag an dem starken thematischen Zuschnitt auf eine Ikone der italienischen Öffentlichkeit liegen, ferner am Umstand, dass mit Michael Mann, der im Februar seinen 80. Geburtstag feierte, eine Regiegröße – der vielleicht letzte wahre amerikanische „Auteur“ – im Wettbewerb vertreten ist, dass „Ferrari“ am Lido herausragt.