Beschädigte Ventilatoren
Problem in den Tunneln „Grouft“ und „Stafelter“ ist schwerwiegender als erwartet
Autofahrer müssen sich auf der „Nordstrooss“ noch etwas gedulden. Hinter den beschädigten Ventilatoren steckt ein strukturelles Problem. Bis der Verkehr wieder normal läuft, kann es dauern.
Bei der letzten Tunnelinspektion hat die Straßenbauverwaltung im Tunnel „Grouft“ einen beschädigten Ventilator entdeckt Symbolfoto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Pendler aus dem Luxemburger Norden erreichte vor zwei Wochen eine Hiobsbotschaft: Der Verkehr in den Tunneln „Grouft“ und „Stafelter“ auf der A7 wird eingeschränkt. Beschädigte Ventilatoren machen eine Reparatur notwendig. Der Verkehr läuft deswegen bis auf Weiteres einspurig – und mit maximal 70 Kilometern pro Stunde. Wie aus gleich drei parlamentarischen Anfragen hervorgeht, ist das Problem schwerwiegender als erwartet. Wann der Verkehr wieder fließt, ist derzeit unklar.
Charles Weiler und Jeff Bohnen (beide CSV), Ben Polidori und Yves Cruchten (LSAP) sowie Michel Lemaire (ADR) erkundigten sich bei Mobilitätsministerin Yuriko Backes (DP) nach den Zuständen in den Tunneln auf der „Nordstrooss“. Die Ministerin hat für die rund 48.000 Autofahrer, die laut Polidori und Cruchten täglich auf der A7 in Richtung Luxemburg-Stadt unterwegs sind, keine guten Nachrichten: Es bestehen strukturelle Probleme.
Strukturelles Problem
Bei regulären Wartungsarbeiten hätten zweimal Ventilatoren den Geist aufgegeben, schreibt Backes. Anfangs sei man noch von einem „von außen verursachten Schaden“ ausgegangen. Doch nach einer detaillierten Analyse habe sich herausgestellt, dass mehr dahinterstecke. Deswegen sei es möglich, dass alle 52 Ventilatoren in den beiden Tunneln betroffen sein. Die stammen alle vom gleichen Hersteller: einem englisch-schwedischen Konglomerat, das laut Backes kürzlich in eine südkoreanische Gruppe integriert worden ist.
Nach weiteren Untersuchungen seien Ersatzteile für die Ventilatoren bestellt worden. Wann die eintreffen, steht noch offen. Denn sie müssen erst hergestellt werden. Die Straßenbauverwaltung steht laut Backes im permanenten Austausch mit den Zulieferern. Ein Datum, wann der Verkehr wieder auf zwei Spuren und mit 90 km/h laufen kann, kann die Ministerin deswegen nicht nennen.