Jahresbericht 2025
Priester soll Minderjährigen in Luxemburg in 1970er-Jahren missbraucht haben
Die Erzdiözese berichtet von einem Fall sexueller Gewalt in den 70er-Jahren und verweist auf eine Verstärkung ihrer Präventionsmaßnahmen gegen Missbrauch in der katholischen Kirche Luxemburgs.
Opfer sexueller Gewalt durch Kirchenmitarbeiter können sich an die Missbrauchsbeauftragte der Erzdiözese Luxemburg wenden Symbolfoto: Editpress/François Aussems
Seit 2010 gibt es in der Erzdiözese Luxemburg eine Kontaktstelle für Missbrauchsopfer, die in der katholischen Kirche sexuelle Gewalt erlitten haben. Am Freitag verschickte die Pressestelle des Bistums einen kurzen Jahresbericht dieser Kontaktstelle. Demnach wurde 2025 ein Fall sexueller Gewalt innerhalb der Kirche gemeldet. Die Übergriffe sollen sich in den 1970er-Jahren in einer Pfarrei ereignet haben: Ein Priester soll einen minderjährigen Jungen missbraucht haben. Die Meldung sei vom Generalvikar an die Luxemburger Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden. Weitere Details zu dem Fall werden jedoch nicht genannt.
Aus dem Bericht geht außerdem hervor, dass das Bistum in den vergangenen Jahren seine Präventionsarbeit verstärkt hat. So sei unter anderem ein Verhaltenskodex zur Prävention aller Formen von Gewalt im Erzbistum eingeführt worden. Zudem müssen alle kirchlichen Mitarbeiter, die in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis Nr. 5 vorlegen. Seit 2017 sind darüber hinaus alle Beschäftigten der Erzdiözese sowie ehrenamtliche Mitarbeiter, die regelmäßig Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben, zur Teilnahme an Präventionsschulungen verpflichtet. Im Jahr 2025 fanden drei solcher Schulungen mit insgesamt 31 Teilnehmern statt.