Luxemburg
Polizei warnt: Betrüger geben sich als Behörden aus und drohen mit Haftbefehl
Ein angeblicher Haftbefehl, eine automatische Ansage und eine gefälschte Telefonnummer: Mit dieser Masche versuchen Betrüger, Menschen in Luxemburg unter Druck zu setzen.
Die Betrüger versuchen, ihre Opfer am Telefon unter Druck zu setzen Symbolfoto: dpa/Rolf Vennenbernd
Die Polizei warnt vor einer neuen Welle betrügerischer Telefonanrufe. Wie aus dem aktuellen Pressebulletin hervorgeht, rufen Kriminelle die Menschen dabei an und behaupten, dass ein Haftbefehl gegen sie vorliegt. Meist spielen die Täter dabei eine automatische Sprachaufnahme ab.
Gefälschte Nummern täuschen Vertrauen vor
Bei der Betrugsmasche nutzen die Täter zudem häufig sogenanntes „Call ID Spoofing“. Dabei wird eine falsche Telefonnummer angezeigt, die den Eindruck erweckt, der Anruf stamme von einer luxemburgischen Handynummer oder einer Behörde.
Nach Angaben der Polizei versuchen die Täter auf diese Weise, an persönliche Informationen oder Bankdaten zu gelangen oder ihre Opfer zu Überweisungen beziehungsweise zur Herausgabe von Wertgegenständen zu bewegen. Die Behörde stellt klar, dass „solche Aufforderungen weder dem Vorgehen der Polizei noch der Justiz oder sonstigen öffentlichen Akteuren entsprechen“.
So schützen Sie sich
Wer sich schützen möchte, sollte die folgenden Ratschläge beachten:
- Geben Sie Unbekannten am Telefon niemals persönliche Daten oder Bankinformationen preis.
- Seien Sie misstrauisch, wenn Sie zu einer schnellen Entscheidung oder Handlung gedrängt werden.
- Kontaktieren Sie die angebliche Behörde im Zweifel über die offiziellen Kommunikationswege.
- Legen Sie bei verdächtigen Anrufen sofort auf, rufen Sie die angezeigte Nummer nicht zurück und gehen Sie nicht auf Forderungen ein.
Die Polizei ruft außerdem dazu auf, insbesondere ältere Menschen über die Betrugsmasche aufzuklären. Wer bereits Opfer eines solchen Anrufs geworden ist, sollte sich umgehend an eine Polizeidienststelle wenden. (les)