Schlag gegen Luxtrust-Betrüger
Polizei fasst mutmaßliche „Money Mule“
Nach einem Phishing-Betrug hat die Polizei eine mutmaßliche Finanzagentin ermittelt. Bei einer Durchsuchung stellten Beamte Beweismittel sicher.
Ein Mann sitzt am Laptop und hält ein Smartphone mit in der Hand Foto: Monika Skolimowska/dpa
Nach einem gemeldeten Luxtrust-Betrug am Freitag ist der Luxemburger Polizei ein schneller Schlag gelungen: Sie hat eine mutmaßliche „Money Mule“ identifiziert, wie sie am Sonntag mitteilte.
Die Verdächtige soll ihr Bankkonto bereitgestellt haben, um das durch die Betrugsmasche erbeutete Geld zu waschen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchsuchten die Einsatzkräfte daraufhin die Wohnung der Frau. Die Ermittler sicherten vor Ort Beweismaterial und führten die Verdächtige zur Dienststelle ab.
Behörden mahnen zu Wachsamkeit
Die Behörden nehmen den aktuellen Vorfall zum Anlass, um erneut vor betrügerischen Kontaktaufnahmen zu warnen. Weder Verwaltungen noch Finanzinstitute verlangen von Kunden, Zahlungskarten oder persönliche Zugangsdaten an Fremde auszuhändigen. Auch die Weitergabe vertraulicher Informationen über das Telefon oder per Mail schließen offizielle Stellen strikt aus.
Wer an der Echtheit einer Anfrage zweifelt, soll sich unter keinen Umständen unter Druck setzen lassen. Stattdessen gelte es, die jeweilige Bank eigenständig über die offiziellen Kanäle zu kontaktieren.
Wichtige Notfallnummern für Betroffene
Geschädigte eines solchen Betrugsanrufs können den Vorfall bei jeder beliebigen Polizeidienststelle zur Anzeige bringen. Betroffene sollten unverzüglich handeln und ihre Zahlungsmittel sowie ihr Luxtrust-Konto sperren lassen.
Zudem rät die Polizei dazu, umgehend die eigene Hausbank einzuschalten. Dort können Kunden ihr WERO-Konto sperren lassen, das betroffene Bankkonto bis zur endgültigen Klärung einfrieren und formell einen Rückerstattungsantrag für unrechtmäßige Abbuchungen stellen. (dr)