Gemeinderat

Petingen plant Überwachungskameras auf Schulhöfen und soll mehr Polizisten bekommen

Bürgermeister Jean-Marie Halsdorf informierte die Gemeinderäte am Montag unter anderem über eine Unterredung über die Sicherheitslagen in der Gemeinde mit Innenminister Léon Gloden.

Bürgermeister Jean-Marie Halsdorf bei wichtiger Ankündigung zu Beginn der Gemeinderatssitzung

Bürgermeister Jean-Marie Halsdorf hatte gleich zu Beginn der Gemeinderatssitzung ein wichtige Ankündigung Foto: Editpress/Tania Feller

Petingen soll mehr Polizisten und mehr Überwachungskameras bekommen. Das kündigte Bürgermeister Jean-Marie Halsdorf (CSV) direkt zu Beginn der Gemeinderatssitzung am Montag an. Er stellte den Gemeinderäten die Resultate einer Unterredung mit Innen- und Polizeiminister Léon Gloden vor.

Dieser hatte die Gemeinde am 17. April besucht, nachdem die Gemeine Nachfragen zum Weiterkommen im Projekt Polizeikommissariat am Lingerbann gestellt hatte. Auf dem Programm standen die Besichtigung des bestehenden Kommissariats, eine Arbeitssitzung mit dem Schöffenrat sowie die Begehung des künftigen Standorts des neuen Kommissariats und verschiedener Problemzonen in Petingen.

„Wir haben mit dem Minister unter anderem eine Unterführung besichtigt, die das Lycée Mathias Adam mit dem Bahnhof von Lamadeleine verbindet“, erklärt Halsdorf. Im Gespräch mit dem Tageblatt sagt er, dass sich in dieser Ecke öfter zwielichtige Gestalten aufhalten. „Dort können wir ohne Probleme Visupol einsetzen. Wir müssen das nur beantragen.“

Der bei der Besichtigung ebenfalls anwesende Direktor Pascal Marin habe zudem vorgeschlagen, Kameras auf dem Gelände des Lycée anzubringen. Ein entsprechender Brief werde an Bildungsminister Claude Meisch (DP) geschickt.

„Wir werden das unterstützen“, betont Halsdorf. „Denn wir wollen diese Maßnahme auf alle Schulen in Petingen ausweiten.“ Dort gebe es nämlich viel Vandalismus, wie man Minister Gloden beim Besuch einer Schule in Rodange gezeigt habe. „Wenn es Kameras in den Schulhöfen gibt, wird weniger Vandalismus betrieben“, argumentiert Halsdorf. Dies habe sich bereits andernorts gezeigt. Bei den Vertretern der staatlichen Behörden sei die Idee auf Zustimmung gestoßen. Petingen wäre bislang die einzige Gemeinde, die einen solchen flächendeckenden Einsatz plant. Bestandteil sei dies im lokalen Sicherheitsplan, der in Kürze vorgestellt werden soll.

„Bisher hatten wir dort nur festgelegt, einen solchen Schritt zu prüfen, aber ich will in diesem Punkt nun Nägel mit Köpfen machen.“ Auch am Bahnhof Rodange sollen künftig Kameras eingesetzt werden. Die Gemeinde befindet sich dazu im Gespräch mit der CFL.

12 neue Polizisten für Petingen

Das neue Polizeikommissariat „Kuerdall“, für das sich Petingen gemeinsam mit Käerjeng seit Jahren einsetzt, soll in den kommenden Jahren gebaut und 2031 in Betrieb genommen werden. „Die Ausschreibung des Projekts läuft derzeit“, sagt Halsdorf. Es soll Platz für 44 Polizisten bieten.

Das bestehende Kommissariat in Petingen wurde im Jahr 2000 erneuert und bietet derzeit Platz für etwa 10 bis 12 Polizisten. Zusätzlich gab es bis zur Fusion auch ein Gendarmeriebüro in Rodange und Käerjeng. Nach der Schließung dieser Standorte wurden mehr Polizisten in Petingen stationiert, obwohl die Räumlichkeiten nur begrenzte Kapazitäten bieten. „Sie sitzen dort wie die Heringe in der Dose“, kritisiert Halsdorf.

Aktuell arbeiten die Beamten werktags in zwei Schichten von 7.00 bis 21.00 Uhr. Künftig soll die Präsenz jedoch ausgebaut werden: Eine 24/24-Stunden-Abdeckung im Dreischichtsystem an sieben Tagen pro Woche ist geplant. Dafür sollen zwölf zusätzliche Polizisten eingestellt werden. Insgesamt wären somit 31 Polizisten für Petingen im Einsatz.

Erst mit dem neuen Kommissariat „Kuerdall“ würde dann auch eine gemeinsame lokale Polizei für Käerjeng und Petingen sinnvoll werden. „Aktuell fehlt dafür schlicht der nötige Platz“, betont Halsdorf.

Freie Fahrt durch Petingen

Die Resultate des „Mobilitéits-Check“ – einer großen Umfrage zur Verkehrssituation in der Gemeinde – sollen am 4. Mai um 18h30 im Musikzentrum Korus vorgestellt werden. Das kündigte Verkehrsschöffe Romain Mertzig (LSAP) an. Die Bürger sind zur Veranstaltung eingeladen. Es werde konkret auch um erste Lösungsvorschläge für die Verkehrsproblematik gehen.

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