Lernprojekt

Perspektivwechsel in Südasien: Escher Schüler reisen nach Bangladesch

Im Rahmen des Austauschprogramms „Connected Schools“ verbringen drei Schüler des Escher „Lycée Guillaume Kroll“ (LGK) zehn Tage in Bangladesch. Im Tageblatt werden sie anschließend über ihre Erlebnisse berichten.

Samuele Beni, Noah Wilhelm und Stéfano Valentini (v.l.) sind Schüler der 3GSN im Escher „Lycée Guillaume Kroll“

Samuele Beni, Noah Wilhelm und Stéfano Valentini (v.l.) sind Schüler der 3GSN im Escher „Lycée Guillaume Kroll“ Foto: Editpress/Lisa Goedert

Monatelang haben sich Samuele Beni, Noah Wilhelm und Stéfano Valentini vorbereitet, jetzt ist es endlich so weit: Gemeinsam mit Geografielehrerin Benita Kayser reisen die 17-Jährigen am 27. Oktober nach Bangladesch.

Zwischen der Hauptstadt Dhaka und dem Findel liegen mehr als 7.600 Kilometer Luftlinie und fast 15 Stunden Flug. Im starken Kontrast zum wohlhabenden Luxemburg, gehört der südasiatische Staat zu den benachteiligsten Ländern der Welt. Wegen der extremen Armut und der anfälligen Geografie bedrohen Wirbelstürme, Monsunfluten und die Versalzung der Böden dauerhaft die Existenz von Millionen Menschen.

Bangladesch gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, Kinderarbeit ist dort keine Ausnahme

Bangladesch gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, Kinderarbeit ist dort keine Ausnahme Md Rafayat Haque Khan/ZUMA Press

Escher Schüler besuchen Austauschpartner

Vor welchen Herausforderungen gleichaltrige Schüler dort tagtäglich stehen, hat die 3e des LGK über Monate hinweg aus erster Hand erfahren. Über das „Connected Schools“-Projekt der NGO „Friendship Luxembourg“ haben sie Kontakt zu Schulklassen in Bangladesch aufgenommen und tauschen sich seither auf Englisch aus.

Vom 27. Oktober bis 6. November dürfen die Escher Schüler die Lebensbedingungen und die Kultur ihrer Kontaktklassen nun vor Ort kennenlernen. „In unseren Videoschalten haben wir bereits viel über die Schwierigkeiten in Bangladesch erfahren. Wegen der Überschwemmungen können die Schüler beispielsweise öfter nicht zu ihren Lernorten. Ich bin gespannt zu erfahren, wie sie ihr Leben trotz dieser Umstände meistern“, sagt Stéfano beim Vorab-Treffen mit dem Tageblatt. Noah ergänzt: „Es ist aufregend, ein neues Land und seine Kultur kennenzulernen.“ Samuele freut sich dabei vor allem auf das Essen: „Sie kochen ganz anders als wir. Es soll besonders scharf sein, aber ich will alles probieren – ich bin sehr gespannt.“

Den Schülern steht ein fünfzehnstündiger Flug bevor

Den Schülern steht ein fünfzehnstündiger Flug bevor Grafik: Editpress

Reisereportage erscheint im Tageblatt

Beim Besuch im LGK hat Tageblatt-Journalistin Lisa Goedert mit dem Trio erarbeitet, wie das Erlebte mit journalistischen Methoden für eine Reportage dokumentiert werden kann. Zusätzlich teilen die Schüler regelmäßig Eindrücke auf ihrem eigens dafür erstellten Instagram-Account @lgk.bangladesh.friendship.

Das Schulprojekt „Connected Schools“

Das Projekt „Connected Schools“ vernetzt luxemburgische Sekundarschüler direkt mit Jugendlichen in Bangladesch. In Videobeiträgen und englischen Live-Schaltungen tauschen sich die Klassen über die Ursachen und Folgen des Klimawandels aus. Dabei vergleichen sie ihren Alltag mit den Lebensrealitäten in Bangladesch und hinterfragen auch das europäische Konsumverhalten. Das Ziel: Durch den direkten Austausch entwickeln die Jugendlichen gemeinsame Lösungsansätze und setzen im Rahmen des Projektes eigene Umweltaktionen um.

Hinter der Initiative steht „Friendship Luxembourg“, eine internationale NGO, die sich seit 2006 für benachteiligte Gemeinschaften einsetzt – unter anderem durch Entwicklungsprojekte in Bereichen wie Bildung, Gesundheit und Klimaanpassung. Am Austauschprogramm mit Bangladesch nehmen auch Schüler des „Lycée Robert Schuman“ und der Europaschule teil. Gefördert wird es u.a. vom Außenministerium, der „André Losch Fondation“ und der „Œuvre nationale de secours Grande-Duchesse Charlotte“. Die Schüler des LGK möchten sich zudem bei ihrem Direktor Patrick Straus bedanken, der das aufwendige Projekt unterstützt.

Weitere Informationen: extraklass.lu.

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