Serie
Ob die Netflix-Serie „Achtsam morden“ mit der Romanvorlage mithalten kann?
Mit „Achtsam morden“ wagt sich Netflix an die Adaption von Karsten Dusses Romanreihe – eine Mischung aus Achtsamkeitsratgeber und schwarzhumoriger Kriminalgeschichte. Das Resultat ist unterhaltsam, bleibt aber hinter der Vorlage zurück.
Tom Schilling in der Serie „Achtsam morden“ Quelle: tmdb.org
Björn Diemel (Tom Schilling) ist das schmierige Klischee eines Anwalts, quasi die in jeder Hinsicht deutsch-bürgerliche Variante von Patrick Bateman aus „American Psycho“. Die Statussymbole sind hier nicht Loft und Visitenkarte, sondern Einfamilienhaus und teures Auto. Auf dem Papier ist Diemel erfolgreich, die Realität sieht ein bisschen anders aus: In der Kanzlei tritt er karrieremäßig auf der Stelle, weil seine mafiösen Kunden zwar Geld, aber kein Prestige bringen, zu Hause vernachlässigt er Frau und Tochter aufgrund der Arbeit für eben jene Kunden. Sein wichtigster Mandant, Dragan Sergowicz (Sascha Geršak), ist ein Verbrecherlord, behandelt den Anwalt wie einen seiner Handlanger.