Mobbing in Verwaltungen

OGBL warnt: Überforderung in Gemeinden nimmt zu

Die Herausforderungen für Luxemburgs Gemeinden wachsen – und mit ihnen die Probleme in den Verwaltungen. Der OGBL fordert Fortbildungen, Schutzmaßnahmen gegen Mobbing und neue gesetzliche Regelungen.

Insbesondere kleine Verwaltungen kämpfen laut OGBL mit „steigenden Anforderungen und fehlendem Management“

Insbesondere kleine Verwaltungen kämpfen laut OGBL mit „steigenden Anforderungen und fehlendem Management“ Foto: Editpress/Alain Rischard

Luxemburgs Bevölkerung wächst – und damit steigen die Herausforderungen für die Gemeinden. Insbesondere kleine Verwaltungen kämpfen laut einer Pressemitteilung des OGBL vom Freitag mit „steigenden Anforderungen und fehlendem Management“.

Die Gewerkschaft teilt mit, dass sie die Initiative des Differdinger Bürgermeisters Guy Altmeisch unterstützt, Fortbildungen für Gemeindeverantwortliche zu organisieren – betont jedoch, dass die Verwaltung weiterhin in deren Händen bleiben soll.

Aufgrund „zunehmender komplexer Anforderungen an das Personalmanagement“ fordert der OGBL sogar verpflichtende Fortbildungen für Gemeindeverantwortliche in diesem Bereich. Es gebe „unzählige Beispiele, dass viele Verantwortliche mit dieser Aufgabe überfordert sind“. Mithilfe der Fortbildungen sollen Überforderung und negative Folgen für das Personal vermieden werden.

Die Leidtragenden der Überforderung seien nämlich „vor allem die Mitarbeiter selbst“. Überforderung in der Verwaltung führe oft zu Mobbing und Betroffene würden bisher allein gelassen werden. Der OGBL fordert demnach eine unabhängige Anlaufstelle für Mobbingopfer in Gemeinden. Dass im Jahr 2025 noch immer keine gesetzlichen Regelungen zum Schutz von Mobbingopfern im öffentlichen Dienst und in den Gemeinden bestehen, sei „unverständlich“. (Red.)

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