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Noch ein lesbian period drama? „The World to Come“ von Mona Fastvold
Vor einem knappen Jahr hatte man sich in der amerikanischen Sendung „Saturday Night Live“ noch über einen vermeintlichen Trend im Autorenkino lustig gemacht. In einem Sketch wurde mit der eingeladenen Carey Mulligan das lesbian period drama verballhornt. Das Historiendrama als Kostümfilm mit einer lesbischen Beziehung im Mittelpunkt des Geschehens.
„Portrait de la jeune fille en feu“ von Céline Sciamma war zu der Zeit ein relativer (Pandemie-Streaming-)Arthouse-Hit in den Vereinigten Staaten und mit „Ammonite“ – der schlussendlich, im Gegensatz zu seinem Debütfilm „God’s Own Country“, nie den Weg auf eine luxemburgische Kinoleinwand geschafft hat – in der Regie von Francis Lee und dem Duo Kate Winslet und Saoirse Ronan in den Hauptrollen kurz danach schien es den Autor*innen von SNL Grund genug zu sein, Faxen zu machen. Auch wenn „The World to Come“ auch noch ein dritter von diesem Schlag Film sein sollte, so steht dieser Trend noch sobald in keinem Verhältnis zu mehr als einem halben Dutzend Superheldenfilmen pro Jahr.