Wiltz
Neue Tagesklinik unterstützt psychisch kranke Jugendliche auf dem Weg ins Erwachsenenleben
Es sei keine gewöhnliche Einweihung, dazu sei das öffentliche Interesse zu groß. Mit diesen Worten hat am Montag Jean Veith, der Präsident des Verwaltungsrates des „Centre hospitalier du Nord“ (CHdN) die Einweihung der ambulanten Jugendpsychiatrie in Wiltz angekündigt. 15 Menschen mit psychischen Problemen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren werden dort zukünftig tagsüber betreut und behandelt.
Essstörungen, Schulabbruch oder soziale Isolation: Ab Anfang März gibt es hier 15 Plätze für Teenager zwischen 13 und 18 Jahren in einer Tagesklinik Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Mit großen Worten wurde bei der Präsentation des Projektes nicht gespart. Es ist zu wichtig. Schätzungen gehen laut CHdN-Verwaltungsratspräsident Jean Veith von etwa einem Viertel der Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren im Land aus, die psychische Probleme haben. Essstörungen, soziale Isolation oder Schulabbruch sind nur die sichtbarsten Symptome.
„In der neuen Tagesklinik geht darum, die Autonomie dieser Jugendlichen zu stärken, damit sie anschließend ihr eigenes Lebensprojekt verwirklichen können“, hieß es vom medizinischen Direktor des CHdN, Jean-Marc Cloos (58). Das ist das Ziel der Einrichtung. Wenn sie in Wiltz aufgenommen werden, haben die Patienten schon etwas hinter sich. Es sind Negativ-Erfahrungen.