Wegen „zusätzlichen Checks“
Neue Luxair-Embraer muss auf ihrem ersten Flug nach Porto umkehren
Schon wieder ein ungeplanter Stopp bei Luxair: Erneut musste eine Embraer der Luxemburger Airline ihren Flug abbrechen. Die Maschine war auf dem Weg nach Porto.
Die erste Luxair-Embraer ist seit Ende 2025 auf dem Findel stationiert Foto: Luxair
Eine Embraer-Maschine von Luxair musste am Freitagmorgen umkehren – auf ihrem ersten Flug nach Porto. Das berichtet die Fluggesellschaft am Freitagmittag in einer Pressemitteilung. Laut Flighradar24 war die Embraer E195-E2 um 9.23 Uhr mit mehr als 30 Minuten Verspätung am Findel mit Flugziel Porto abgehoben. Südöstlich von Paris drehte die Maschine dann um, um 10.20 Uhr war sie wieder auf dem Findel gelandet.
Grund für den abgebrochenen Flug: „zusätzliche technische Checks“, wie Luxair schreibt. Die Landung auf dem Findel sei „sicher“ und gemäß dem Standardverfahren verlaufen. „Die Rückkehr erfolgte als Vorsichtsmaßnahme“, schreibt Luxair. Die Passagiere würden am Nachmittag auf einen anderen Flug nach Porto umgebucht.
Die Flugroute der Luxair-Embraer auf Flightradar Screenshot: Flightradar
Bei der betroffenen E195-E2 handelt es sich offenbar um die zweite Embraer-Maschine, die in die Dienste von Luxair gestellt wurde. Laut RTL Today wurde der Flieger erst Mitte März zum Findel überführt.
Ob es sich um den ersten kommerziellen Flug überhaupt der neuen Embraer handelt? Was genau die technischen Probleme waren? Wie das Flugzeug in Luxemburg auf den Liniendienst für Luxair vorbereitet wurde? Alles Fragen, die das Tageblatt am Freitag an Luxair geschickt hat. Aber das Unternehmen sieht das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit offenbar gestillt. „Unsere Reisehinweise von heute Morgen enthalten alle Informationen, die wir zu diesem Thema bereitstellen“, heißt es am Freitagnachmittag in der Antwort auf die Presseanfrage. Über eine Beteiligung des Luxemburger Staats (39,05 Prozent) und der Sparkasse (21,81 Prozent) ist Luxair zu 60 Prozent direkt und indirekt Eigentum der öffentlichen Hand.
Schon der erste neue Embraer-Jet hatte Probleme
Schon mit dem ersten neuen Embraer-Flugzeug hatte Luxair Probleme. Am 17. Januar, nur zwei Tage nach der offiziellen Einweihung des Jets, musste es kurz nach dem Start in Richtung Mailand aus Sicherheitsgründen zurückkehren. Am 2. Februar musste abermals ein Flug nach Mailand gestrichen werden. Die Pechsträhne der Airline beschränkte sich aber nicht auf die Embraer-Flieger. Auch andere Luxair-Flugzeuge sorgten Anfang des Jahres für Schlagzeilen, weil sie umkehren mussten.
Ein Flug nach Nizza musste auf dem Flughafen der Stadt an der Côte d’Azur sogar aufgrund eines Sensordefekts notlanden.
Für die Embraer-Maschinen von Luxair gab es zudem noch ein weiteres Problem. Bei „Bodenfrostnebel in Verbindung mit extrem eingeschränkter Sicht und niedrigen Temperaturen“ gilt eine „Betriebseinschränkung“, wie Transportministerin Yuriko Backes (DP) im Januar mitteilte. Grund dafür war ein „technisches Phänomen“ bei den Triebwerken des Herstellers Pratt & Whitney. Unter bestimmten Bedingungen könnte es zu „unerwünschten Auswirkungen beim Bodenbetrieb“ führen.
Zum Bestellungszeitpunkt habe die Airline noch nichts von den Einschränkungen gewusst – weder in Zusammenhang mit der Embraer E195-E2 noch mit anderen Flugzeugen mit vergleichbaren Triebwerken. Backes sagte auch, dass die Einschränkungen Ende 2025 offiziell bekannt gemacht worden seien und in die Betriebsabläufe integriert worden seien.