Wintger

Naturverwaltung bestätigt: Wolf reißt fünf Schafe auf einer Weide im Ösling

Weiblicher ausgewachsener Wolf steht aufmerksam in natürlichem Gehege im Waldgebiet

Eine ausgewachsene Wölfin steht in ihrem Gehege Symbolfoto: Christian Charisius/dpa

Blutiges Festmahl: Ende Februar wurden auf einer Weide in der Gemeinde Wintger fünf Schafe gerissen. Zwei weitere wurden verletzt. Eine genetische Probe konnte den Angriff nun eindeutig einem Wolf zuordnen. Das teilt die Naturverwaltung am Donnerstag mit.

Das sogenannte „Rissgutachten“ der Naturverwaltung selbst konnte die Möglichkeit nicht ausschließen, dass ein Wolf die Tiere getötet habe. Deswegen habe man Gewebeproben aus den gerissenen Tieren entnommen und an ein Labor geschickt. Das Ergebnis hat den Wolf eindeutig als Verursacher identifiziert. Ob das Tier sich noch in Luxemburg aufhält oder nur durchgezogen ist, ist nicht bekannt.

Seit 2017 wurden regelmäßig einzelne Wölfe in Luxemburg nachgewiesen, ohne dass jedoch ein Rudel hierzulande ansässig wäre. Im nahen Ausland leben seit einigen Jahren wieder Wolfsrudel, so zum Beispiel im Hohen Venn in Belgien und in den Niederlanden. In den belgischen Ardennen unweit der luxemburgischen Grenze leben zwei weitere Wolfspärchen.

2 Kommentare
Jean-Marie Grober 06.03.202616:38 Uhr

Kaum zu glauben! "Blutiges Festmahl"!! Wow! Wie mag die Redaktion denn ihr Rindersteak, ihren "Päerdsbifdek", ihren Lammbraten usw.? "Bleu", "Medium rare", "Saignant", "À point"? Wenn unsere Bauern es den Wölfen so leicht machen, ein paar Schafe zu reissen, es gibt Herdenschutzhunde (Chien de Montagne des Pyrénées, Kuvasz, Maremmano u.a.), vor denen sogar Bären Angst haben. Wie wäre es, wenn die Jagdfans bei der Naturverwaltung dies den Bauern mitteilen würden und sie bei der Anschaffung und Haltung unterstützen würden? Anstatt sofort die Schiess- und Knallgesellschaft zu rufen und Frau Flinten-Uschi von der EU die Schuhe zu polieren? Und Ostern ist ja der Lammbraten wieder das Nec plus Ultra auf unseren Tischen!

Jek Hyde 06.03.202611:21 Uhr

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