Ellergronn

Natur, Klima und wir: „En Dag an der Natur“

Pandemiebedingt fiel die Ausgabe 2020 aus, die Edition 2021 des Tages der Natur im Ellergronn fiel aus demselben Grund kleiner aus. 2022 war es für die 16. Edition an der Zeit für die gewohnte Organisation von der Naturverwaltung und der Escher Gemeinde. Den Besuchern wurden viele Facetten der Natur nähergebracht. Vor allem für Kinder und Eltern gab es jede Menge pädagogische Ateliers rund ums Thema Natur. Ist Regen für Fauna und Flora unerlässlich, hielt das Nieselwetter am Sonntag wohl dennoch einige Besucher davon ab, einen Abstecher ins Ellergronn zu wagen.

In Ateliers konnte mit Naturmaterialien gewerkelt werden 

In Ateliers konnte mit Naturmaterialien gewerkelt werden  Foto: Paul Huybrechts

Zeitgleich zum „Dag an der Natur“ wurde auch die neue Ausstellung „Transition now“ im Beisein von Umweltministerin Joëlle Welfring offiziell eingeweiht. „Willkommen im Anthropozän“: die Art und Weise, wie wir wohnen, wie wir uns ernähren, wie wir uns fortbewegen, hat einen Einfluss auf unsere Umwelt und Ressourcen. Genau dies ist das Thema der Ausstellung. Vor rund 12.000 Jahren wurde der Mensch sesshaft. Seine Lebensgewohnheiten änderten sich grundlegend. Ackerbau und Viehzucht, Siedlungen und technologische Entwicklungen benötigten weit mehr natürliche Ressourcen als je zuvor. Das dadurch erfolgende Bevölkerungswachstum und die Industrialisierung verstärkten die Auswirkungen auf Natur und Umwelt. Natürliche Zyklen wurden aus dem Gleichgewicht gebracht. Störungen, die bis heute andauern. Die Ausstellung „Transition now“ stellt das exponentielle Wachstum der Bevölkerung und den daraus resultierenden Bedarf an Ressourcen den begrenzt verfügbaren Rohstoffen unseres Planeten gegenüber. Würde jeder auf unsere Erde so leben wie in unserem Land wären acht Erden notwendig, um unsere Lebensart zu ermöglichen. Sinn und Zweck der Ausstellung ist dennoch nicht, uns ein schlechtes Gewissen einzureden, sondern Alternativen aufzuzeigen, die die Umwelt schonen und gleichzeitig Spaß machen. Der Staat soll in diesem Sinne fördernd wirken. Richtiges und umweltgerechtes Handeln soll so einfach wie möglich gemacht werden.

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