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Nationalmuseum für Naturgeschichte kauft bedeutende Insektensammlung
Das Nationalmuseum für Naturgeschichte schlägt zu: Ab sofort gehört eine umfangreiche Sammlung von Francis Matt zum Haus. Was sich das Museum davon verspricht.
Die meisten der in der Kollektion enthaltenen Käfer stammen aus Luxemburg und dem Osten Frankreichs Foto: MNHNL
Das Nationalmuseum für Naturgeschichte hat den Erwerb einer seltenen Insektensammlung in einer Pressemitteilung vom Montag angekündigt. Sie besteht aus 46.000 Exponaten und wurde von Francis Matt, einem französischen Entomologen, der aus der Moselregion stammt, zusammengestellt. Seine Erben haben die Sammlung für rund 38.000 Euro an das Museum verkauft.
Bei 43.000 Objekten handelt es sich um über 2.500 Käferarten, unter denen sich seltene, ausgestorbene und exotische Arten befinden. Die meisten stammen aus Luxemburg und dem Osten Frankreichs. Sie gelten als wichtige Exemplare für die mitteleuropäische Insektenkunde, da die Sammlung gut dokumentiert und vielfältig ist. Sie wird nicht von allgemein bekannten Käfern dominiert, sondern umfasst auch Arten, die nur lokal vorkommen oder zu Unterfamilien größerer Käfer zählen. Zusätzlich zu den Erfassungen ist das Museum nun zudem im Besitz einer Datenbank, die eine genaue Bestandsaufnahme der Sammlung beinhaltet.
Im Museum, wo bis zum jetzigen Zeitpunkt oft nur einzelne, alte Exemplare seltener Käfer gelagert werden konnten, sticht Francis Matts Kollektion mit ihrem reichhaltigen Angebot heraus und ergänzt die vorhandenen Ausstellungsstücke. ,,Par son ampleur, la richesse taxonomique qu’elle renferme, l’abondance des séries et l’excellence de sa préparation, cette collection revêt pour le MNHNL une importance scientifique et patrimoniale majeure“, so das Team des Museums zum Erwerb. ,,A elle seule, elle peut constituer la collection d’un musée national d’Europe centrale.“