bis zu 20 Grad

Nach zu nassem März klopft der Frühling erneut in Luxemburg an

Wieder einmal setzt sich eine milde, südwestliche Strömung durch und sorgt für überdurchschnittliche Temperaturen. Im Südwesten und Süden Frankreichs kann sogar schon an die 30 Grad gekratzt werden.

Japanische Blütenkirschen in voller Blüte im Frühlingssonnenschein, Symbol für japanischen Frühling und Natur Schönheit

Japanische Blütenkirschen in der Frühlingssonne

Bevor der Blick nach vorn geht, lohnt sich ein kurzer Rückblick auf den vergangenen Monat. Der März 2026 fiel an der Météo-Boulaide-Referenzstation in Baschleiden insgesamt zu mild und zu nass aus.

Die Durchschnittstemperatur lag bei 6,4 Grad und damit spürbar über dem langjährigen Mittel von 5,12 Grad. Auch beim Niederschlag wurde das Soll deutlich überschritten: Mit insgesamt 67 l/m² fiel rund ein Drittel mehr Regen als üblich.

Die höchste Temperatur wurde am 9. März mit 17,7 Grad gemessen, während es zu Monatsbeginn mit -2,1 Grad noch frostig war. Markant fiel ein Niederschlagsereignis Mitte des Monats aus, als innerhalb einiger Stunden 24 l/m² zusammenkamen. Landesweit zeigte sich zudem ein klares Gefälle: Auf den ganzen Monat bezogen war der Norden mit bis zu 70 l/m² am nassesten, während im Süden oft um 50 l/m² vom Himmel kamen. Den „trockensten“ Streifen gab es vom zentralen Land bis in den Süden im Raum Frisingen: Zwischen 43 und 50 l/m² kamen hier laut Radardaten herunter.

Frühlingswetter kommt erneut zum Vorschein

Nun richtet sich der Blick auf die kommende Entwicklung. Die Großwetterlage beginnt sich deutlich umzustellen: Ein Hochdruckgebiet verlagert sich von Frankreich aus in Richtung Mitteleuropa und anschließend weiter zur Nordsee sowie nach Skandinavien. Gleichzeitig zieht sich ein Tiefdruckgebiet in Richtung Westrussland zurück. Diese Konstellation sorgt dafür, dass sich eine südwestliche Strömung etabliert, mit der zunehmend mildere Luftmassen nach Luxemburg gelangen.

Die Entwicklung der Temperaturen zeigt klar nach oben: Während am Montag noch Höchstwerte zwischen 12 und fast 16 Grad erreicht wurden, steigen die Werte am Dienstag bereits auf 16 bis 20 Grad. Spätestens am Mittwoch sind dann verbreitet um die 20 Grad möglich, besonders entlang der Mosel kann diese Marke um 1 oder 2 Grad überschritten werden.

Die meisten Modelle sehen den Verlauf des Donnerstags noch einmal ähnlich – es beginnt allerdings schon, wackliger zu werden. Ab Freitag gehen die Modellmeinungen deutlich auseinander. Während ein Szenario weiterhin milde Temperaturen um knapp 20 Grad vorsieht, zeigt ein anderes einen markanten Rückgang mit deutlich kühleren Werten. Grund dafür ist ein mögliches Eingreifen eines Tiefdruckgebiets, das den Zustrom warmer Luft unterbrechen könnte. Ob sich die warme Luftmasse länger halten kann oder rasch wieder verdrängt wird, hängt von vergleichsweise kleinen Verschiebungen in der Druckverteilung ab.

Deutlich stabiler ist die Lage weiter südwestlich: In großen Teilen Süd- und Südwestfrankreichs werden bereits ab Wochenbeginn sommerliche Temperaturen erreicht. Dort sind verbreitet über 25 Grad zu erwarten, lokal sogar bis nahe 30 Grad.

Diese warme Luftmasse wird in dieser Form nicht zu uns ausgreifen, sondern zeigt sich etwas kühler – aber trotzdem immer noch sehr mild. Ob und wie weit sie sich nach Norden ausbreiten kann, und auch wie lange, bleibt eine der entscheidenden Fragen für die weitere Entwicklung.

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