Bettendorf
Nach dem Referendum: Was wollen die Gemeindeverantwortlichen wirklich?
Seit nunmehr zehn Monaten warten die Bürgermeister, die Schöffen- und Gemeinderäte sowie die Bürger aus Diekirch, Erpeldingen/Sauer, Ettelbrück und Diekirch auf eine Entscheidung der Bettendorfer Ädilen in Sachen „Nordstad“-Fusion. Trotz Referendum, bei dem sich 57 Prozent der wahlberechtigten Bürger der Gemeinde Bettendorf für den Verbleib in den Sondierungsgesprächen ausgesprochen haben, drückte sich der Gemeinderat am Mittwoch abermals vor einer Entscheidung. Und das auf eine Art und Weise, die viele Fragen aufwirft.
Es ist nicht klar, wohin die Gemeinde Bettendorf nach dem Referendum zieht Foto: Editpress/Max Echternkamp
Man könnte es einen intelligenten Schachzug nennen, was die von Bürgermeister Patrick Mergen genannte „große Koalition“ am Mittwoch als Stellungnahme zum Referendum vom vergangenen Sonntag preisgab. Kurz resümiert: Die Mehrheit am Ratstisch erkenne die Richtung, die ihre Bürger durch ihre Stimmabgabe vorgezeichnet hätten, doch bevor eine Entscheidung fällt, will der Schöffenrat nun die Bürgermeister aus Ettelbrück, Schieren, Erpeldingen/Sauer und Diekirch am 2. April zu sich rufen. Man wolle wissen, ob es noch immer erwünscht sei, dass Bettendorf an den Fusionsgesprächen teilnimmt.