Metal
Musica fervida in corpore sano: Sechs Luxemburger Bands wollen zum Wacken
Sechs Bands, ein Platz: Am Samstag wird feststehen, wer die Luxemburger Heavy-Metal-Szene beim diesjährigen Wacken Open Air vertreten wird. Der Sieger des „Metal Battle“ in der Rockhal wird dazu beitragen können, dass sich das beschauliche Örtchen in Schleswig-Holstein im Sommer in ein Fest der harten Riffs und wuchtigen Bassläufe verwandelt.
Besucher im Jahr 2023: Wer die Chance erhält, das Wacken-Publikum zum Headbangen und Feiern zu bringen, entscheidet sich am Samstag Foto: AFP/Axel Heimken
Vom römischen Dichter Juvenal stammt das bekannte Zitat „Mens sana in corpore sano“ („Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“). Der Gründer der modernen Olympischen Spiele, Pierre de Coubertin, machte daraus „Mens fervida in corpore lacertoso“ („Ein feuriger Geist in einem muskulösen Körper“). Eine Mischung aus beidem wird am Samstagabend in der Rockhal geboten. Dann kämpfen sechs Bands aus Luxemburg um ein begehrtes Ticket für eines der weltweit größten Metal-Festivals. In puncto Personalien fällt dieses Jahr vor allem die Präsenz weiblicher Mitglieder – sowohl Sängerinnen als auch Instrumentalistinnen – und eines bestimmten Berufssektors auf: Herrscht in Luxemburg ein Mangel an Fachkräften im Pflegebereich, kann dies zumindest bei dieser Veranstaltung nicht behauptet werden. In vier der sechs Bands sind aktuelle oder ehemalige Studierende aus der Krankenpflege dabei, eine Lehrerin für diese Sektion befindet sich ebenfalls darunter.