Stammzellenspende

„Mir schossen sofort die Tränen in die Augen“: Wie Sven einem Zweijährigen eine neue Lebenschance gibt

Vor acht Jahren ließ sich Sven beim „Plooschter-Projet“ registrieren. Neben Stammzellen spendet er einem kleinen Jungen und seiner Familie nun viel Hoffnung.

Mehr als 22.000 Menschen haben sich wie Sven beim „Plooschter-Projet“ typisieren lassen

Mehr als 22.000 Menschen haben sich wie Sven beim „Plooschter-Projet“ typisieren lassen Foto: Carole Theisen/Plooschter-Projet

Die Nachricht, als Stammzellenspender infrage zu kommen, erreicht Sven Tessaro zu Hause. Er sagt sofort zu – trotz leichter Bedenken. Nach medizinischer Aufklärung und mehreren Untersuchungen kommt schließlich der Tag der Entnahme: „Da war ich schon etwas nervös, Angst hatte ich aber nicht“, erinnert sich der Familienvater, der als Hausmeister arbeitet und sich vor etwa acht Jahren bei der luxemburgischen Initiative „Plooschter-Projet“ als potenzieller Stammzellenspender registrierte.

In 90 Prozent der Fälle werden Stammzellen direkt aus dem Blut des Spenders gewonnen. Nicht aber in Tessaros Fall: Bei ihm wurden die Zellen unter Vollnarkose mithilfe einer feinen Hohlnadel aus dem Becken-Knochenmark entnommen, wie „Plooschter-Projet“ und die „Stefan-Morsch-Stiftung“ in einer gemeinsamen Mitteilung erklären.

Sven Tessaro

Sven Tessaro Foto: Plooschter-Projet

Hoffnung auf eine bessere Zukunft

Wer seine Spende erhalten wird, weiß Sven zu diesem Zeitpunkt nicht. Als er erfährt, dass seine Stammzellen einem zweijährigen Jungen eine zweite Lebenschance geben werden, wird er emotional: „Mir schossen sofort Tränen in die Augen. Ich würde meinen genetischen Zwilling so gerne in die Arme schließen und ihm sagen, dass er sein Leben in vollen Zügen genießen soll“, sagt der Spender. Als Vater eines kleinen Sohnes weiß Sven Tessaro, wie kostbar die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft ist.

Stammzellenspenden in Luxemburg

Das Register für Stammzellenspender im Großherzogtum wird von der Stefan-Morsch-Stiftung, die ihren Sitz in Birkenfeld (D) hat, verwaltet. Unterstützt wird die Stiftung dabei von den Initiativen „Plooschter-Projet“ und „Association Don de Moëlle“. Nach eigenen Angaben haben sich bereits mehr als 22.000 potenzielle Spender beim „Plooschter-Projet“ registriert.

„Dass ein Spender, der sich über das ‚Plooschter-Projet‘ bei der Stefan-Morsch-Stiftung registriert hat, dank unserer engen Zusammenarbeit nun einem zweijährigen Jungen Hoffnung auf ein neues Leben schenkt, ist für uns ein Moment, der uns zutiefst bewegt“, betont eine Sprecherin der Initiative. (tis)

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