Observatoire social
Mieten in Esch sind fast so teuer wie in der Hauptstadt
Die fünfte Ausgabe des „Observatoire social“ zeichnet die demografische und gesellschaftliche Entwicklung der Stadt Esch seit dem Ende der Covid-Pandemie nach. Die Bevölkerung ist nach einem leichten Rückgang wieder gestiegen, die sozialen Ungleichheiten ebenfalls. Explodiert sind die Mietpreise, was offenbar an den vielen kleinen Mietwohnungen in Esch liegt.
44 Prozent der Escher Grundschüler sind Luxemburger, 13 Prozent mehr als 2019 Foto: Editpress/Alain Rischard
Am Freitag nach der Gemeinderatssitzung stellte der Escher Schöffenrat die fünfte Ausgabe seines „Observatoire social“ auf einer Pressekonferenz im Sitzungssaal des Rathauses vor. CSV-Sozialschöffe Bruno Cavaleiro hatte den 250-seitigen Bericht schon am Vormittag dem Gemeinderat präsentiert, der anschließend kurz darüber diskutierte. Die drei für die Erstellung des Observatoire zuständigen Liser-Forscher Antoine Decoville, Valérie Feltgen und Laurent Pacht ermittelten anhand von 59 Indikatoren in neun Themenbereichen Daten für 2024, die sie mit denen vorangegangener Berichte verglichen.
Sie fanden heraus, dass die Bevölkerung Eschs seit 2022 wieder gewachsen ist – um 1.280 Einwohner – nach einem leichten Rückgang während der Covid-Jahre. Die meisten Neu-Escher zogen das an der Ehleringer Straße gelegene Viertel Zaepert mit der Neubausiedlung Nonnewisen (247) und das Universitätsviertel Esch-Belval (158) an, in Lallingen und im „alten“ Belval waren die Zahlen leicht rückläufig.