Schengen

Marie-Astrid stellt aus: Als Europa die Schlagbäume öffnete

Die Ausstellung „Nach der Grenze“ an Bord der Marie-Astrid in Schengen an der Mosel verbindet Malerei, Texte und Tonaufnahmen. Noch bis zum 13. September.

Grenzerfahrung: Silke Markefka und Nikolai Vogel

Grenzerfahrung: Silke Markefka und Nikolai Vogel Foto: Marco Goetz

Wie klingt eine Grenze, die ihre Funktion verloren hat? Und was bleibt von Schlagbäumen, Kontrollhäuschen und Grenzposten, wenn niemand mehr dort kontrolliert?

Diesen Fragen gingen Silke Markefka und Nikolai Vogel 2008 und 2009 nach. Sie besuchten ehemalige Übergänge zwischen Deutschland und seinen neun Nachbarstaaten. Markefka hielt ihre Eindrücke in Gemälden fest. Vogel nahm die Geräusche der Orte mit analogen Tonbandgeräten und Kassettenrekordern auf und verarbeitete sie in Texten.

Entstanden ist ein Parcours aus 22 Stationen. Er erinnert an eine Zeit, in der Grenzen innerhalb Europas zunehmend aus dem Alltag verschwanden. Angesichts neuer Kontrollen erhält das Projekt heute eine besondere Aktualität.

Passender könnte der Ausstellungsort kaum sein: „Nach der Grenze“ wird an Bord der „Prinzessin Marie-Astrid Europa“ gezeigt. Auf dem Schiff wurde 1985 das Schengener Abkommen unterzeichnet.

Die Ausstellung ist bis zum 13. September täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen. (mago)

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