Klangwelten

Makaya McCraven betreibt ein verblüffendes Vexierspiel mit Gil Scott-Heron

Der 36-jährige Jazzmusiker Makaya McCraven scheint ein bescheidener Mann zu sein, der sein Licht zuweilen unter den Scheffel stellt. Denn das, was der Franko-Amerikaner hier vorlegt, ist definitiv mehr als „Reimagining the Music of Gil Scott-Heron“; es ist ein völlig eigenständiges Werk geworden.

Gil Scott-Heron – We’re new again – a Reimagining by Makaya McCraven

Gil Scott-Heron – We’re new again – a Reimagining by Makaya McCraven

McCraven hat sich die Gesangsspuren und Spoken-Word-Passagen (sowie ein paar Klaviertakte) der letzten Veröffentlichung des großen amerikanischen Musikers und Dichters geschnappt, der bereits in den 70er-Jahren rappte, als es diese Bezeichnung noch überhaupt nicht gab, und hat daraus eins der besten Gil-Scott-Heron-Alben ever gemacht, das den Vergleich mit dessen Großtaten wie „Pieces of a Man“, „Winter in America“ oder „Reflections“ nicht zu scheuen braucht.

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