70 Jahre Waffenstillstand
Luxemburgs Korea-Krieger Léon Moyen erinnert sich
Der 92-jährige Léon Moyen ist einer von fünf noch lebenden Korea-Kriegern aus Luxemburg. 1951 und 1952 hatten sich 85 Luxemburger freiwillig für jeweils ein Jahr zum Dienst an der Waffe im Kriegsgebiet gemeldet, zwei kamen dabei ums Leben. Luxemburg nahm als UN-Mitglied mit zwei Divisionen am bewaffneten Konflikt teil. Der hatte am 25. Juni 1950 mit dem Einmarsch nordkoreanischer Truppen in Südkorea begonnen. Die UN-Truppen kämpften mit den Südkoreanern gegen den Aggressor, der später von der chinesischen Armee unterstützt wurde. Am Donnerstag jährt sich der Waffenstillstand zum 70. Mal.
Léon Moyen war einer von sechs Soldaten, die sich für beide Luxemburger Kontingente im Korea-Krieg meldeten Foto: Léon Moyen/MNHM
Als Soldat zweiter Klasse gehörte der am 9. November 1930 in Kehmen bei Bourscheid geborene Moyen dem ersten Kontingent an, das im Dezember 1950 in Antwerpen die „Kamina“ bestieg, um auf dem Seeweg nach Korea zu gelangen. Zuvor hatte sich Moyen nach dem Freiwilligen-Aufruf der Regierung gemeldet und anschließend das Training bei der Fallschirmdivision in Beverloo (B) erfolgreich absolviert. Der damals 21-Jährige wurde während einer Patrouille am 2. Mai 1951 von einer Kugel am Bein getroffen und nach Japan gebracht, wo er im Militärkrankenhaus gepflegt wurde. Nach seiner kompletten Genesung gehörte Moyen zu den sechs Soldaten des ersten Kontingents, die sich im Februar 1952 ebenfalls für die zweite Mission meldeten.