Flug-Abenteuer nach Georgien
Luxemburgisch-belgisches Piloten-Duo muss im Schwarzen Meer notlanden
Dramatische Szenen über dem Schwarzen Meer: In 2.000 Metern Höhe fällt der Motor eines Kleinflugzeugs aus. Die luxemburgisch-belgische Besatzung entschließt sich zu einer Notwasserung.
Die beiden Piloten werden von einem Rettungsschiff aus dem Schwarzen Meer geborgen Foto: FAL
Ein luxemburgisch-belgisches Piloten-Duo ist im Schwarzen Meer notgelandet. Die beiden waren am Mittwoch mit einer kleinen Maschine, einer „WT-9 Dynamic“ vor der türkischen Küste unterwegs. In 2.000 Metern Höhe fiel das Triebwerk aus. „Nach mehreren erfolglosen Versuchen, den Motor wieder anzulassen, mussten die beiden Männer eine entscheidende Entscheidung treffen: den Notfallschirm des Flugzeugs auslösen oder versuchen, auf dem Wasser zu landen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Fédération Aéronautique Luxembourgeoise (FAL) vom Donnerstagmorgen.
„Kontrollierte Wasserlandung“ ohne Verletzte
Die beiden entschieden sich für eine „kontrollierte Wasserlandung“. Laut FAL führten sie das Manöver durch, ohne die geringste Verletzung davonzutragen.
Die Piloten waren Teilnehmer der „Private Pilot Expedition to Georgia 2026“. Dafür starteten am 29. August neun Flugzeuge in Luxemburg und machten sich auf den Weg in das kaukasische Land. Der Weg führte die Piloten von Luxemburg über Deutschland, Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und die Türkei nach Georgien. Für die Rückreise sind Etappen in der Türkei, Griechenland, Italien und Frankreich geplant. Laut FAL beträgt die Flugstrecke – in Etappen – insgesamt 4.000 nautische Meilen, rund 7.400 Kilometer. 18 weitere Flieger schlossen sich der Luxemburger Gruppe auf dem Weg nach Georgien an.
Der Vorfall am Mittwoch passierte offenbar auf der Rückreise, laut Aviation-Safety-Network etwa zehn Kilometer nördlich des Flughafens Rize-Artvin im Nordosten der Türkei. Während der Notwasserung kreiste ein weiteres Flugzeug der Expedition über dem Gebiet, schreibt die FAL. Die Besatzung des anderen Fliegers hielt bis zum Eintreffen eines Rettungsschiffs Sichtkontakt mit den beiden gewasserten Piloten.
Genug Zeit, das Gepäck zu bergen
„Die beiden Männer hatten die WT-9 Dynamic bereits sicher verlassen, als das Rettungsboot eintraf“, heißt es in der Pressemitteilung. „Sie hatten sogar genügend Zeit, ihr Gepäck und ihre persönlichen Gegenstände zu bergen, bevor das Flugzeug im Schwarzen Meer versank.“
Die „Private Pilot Expedition to Georgia“ steht unter der Schirmherrschaft des Honorarkonsulats von Georgien in Luxemburg, sie soll die Verbindungen zwischen dem Großherzogtum und dem kaukasischen Land fördern.
Das Flugzeug wurde laut Medienberichten mittlerweile geborgen. Die genauen Ursachen des Triebwerksausfalls müssen nun im Rahmen der entsprechenden Verfahren und Untersuchungen ermittelt werden, schreibt die FAL.