Portrait

Luxemburger Filmstudent wandelt auf den Spuren der polnischen Filmgrößen

Als einziger Luxemburger studiert der junge Cineast Damir Mehic an der renommierten Filmhochschule von Lodz. Im Tageblatt-Gespräch berichtet er von seinen Erfahrungen, die er dort gemacht hat, wo einst Kieslowski, Polanski und Wajda ihre Karrieren begannen.

Damir Mehic vor seinem zweiten Zuhause, der hauptstädtischen Cinémathèque

Damir Mehic vor seinem zweiten Zuhause, der hauptstädtischen Cinémathèque Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Die Sonne scheint endlich auf den hauptstädtischen Place de Paris. Damir Mehic und ich suchen uns einen schattigen Platz in einem Café. Licht und Schatten gehören zur siebten Kunst, der sich der 23-Jährige verschrieben hat – wie die bewegten Bilder. Und die ihn nach Lodz geführt hat. „Viele Luxemburger studieren in Deutschland, Belgien, Frankreich oder Österreich“, sagt Damir, „ich wollte dagegen woanders hin, vor allem dahin, wo ich Film studieren kann.“ Unter den möglichen Kandidaten als Studienort befanden sich auch Prag und Sarajevo. Letztere ist die Stadt, wo Damirs Eltern herkommen. Sie flohen einst aus den Wirren des Bosnienkrieges in den 90er Jahren nach Luxemburg. Damir ist, ebenso wie seine Schwester Ema, im Großherzogtum geboren und aufgewachsen und besuchte das Lycée Ermesinde in Mersch. Bereits in seiner Schulzeit begann er, Filme zu drehen.

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