Nach warmen Frühlingsstart
Luxemburg muss sich auf Temperatur-Achterbahn einstellen
Der meteorologische Trend hat sich vollständig bestätigt: Im Süden Frankreichs wurden tatsächlich die ersten 30 Grad des Jahres gemessen! Auch in Luxemburg war es sehr mild bis frühsommerlich warm, doch jetzt tut sich mal wieder etwas.
In den letzten Tagen konnte man so richtig den Frühling genießen Foto: Editpress/Guido Romaschewsky
In den vergangenen Tagen hat sich über weiten Teilen Westeuropas eine für die Jahreszeit außergewöhnlich warme Luftmasse durchgesetzt. Besonders in Frankreich wurden dabei Temperaturen erreicht, die eher an Hochsommer erinnern als an den frühen April. Verantwortlich dafür ist eine anhaltende südwestliche Strömung, die sehr warme Luft aus subtropischen Regionen weit nach Norden transportiert hat.
Seit dem 4. April kletterten die Werte im Süden und Südwesten Frankreichs zunächst auf 26 bis knapp 28 Grad. Nur einen Tag später wurden bereits über 27 Grad gemessen, bevor am 6. April erstmals die Marke von 30 Grad überschritten wurde. Stationen wie Dax oder Cazaux in den Départements Landes und Gironde registrierten Spitzenwerte von 30,8 und 30,6 Grad.
Nach meteorologischer Definition spricht man von einem Hochsommertag, sobald die 30-Grad-Marke überschritten wird. Von einem Sommertag spricht man, wenn mindestens 25 Grad gemessen werden.
Luxemburg ebenfalls zu mild
Auch in Luxemburg machte sich diese Entwicklung bemerkbar, wenn auch abgeschwächt. Die Temperaturen lagen hier ebenfalls klar über dem klimatologischen Durchschnitt. Am Mittwoch wurde mit 24,6 Grad an der ASTA-Wetterstation in Wormeldingen der höchste Wert gemessen, dicht gefolgt von Bettendorf und Reckingen mit über 24 Grad. Bereits zuvor waren verbreitet Werte über 20 Grad registriert worden. Damit wurde der erste meteorologische Sommertag in Luxemburg um nur 0,4 Grad verfehlt.
Mit Blick auf das Wochenende steht jedoch eine deutliche Umstellung bevor: Ein kräftiges Tiefdruckgebiet zieht in Richtung der Britischen Inseln und bringt eine ausgeprägte Kaltfront mit.
Temperatur-Achterbahn
Zunächst sorgt am Freitag ein Hochdruckgebiet noch für eher trübe Verhältnisse. Denn statt Sonne dominieren voraussichtlich dichte Wolken und teils auch Hochnebel. Gleichzeitig wird die Zufuhr warmer Luft unterbrochen, sodass die Temperaturen deutlich zurückgehen. Nach zuvor über 20 Grad werden nur noch etwa 9 bis 13 Grad erreicht.
Am Samstag folgt jedoch ein erneuter Umschwung: Auf der Vorderseite des Tiefs gelangt nochmals milde Luft nach Luxemburg. Die Temperaturen steigen wieder deutlich an und erreichen verbreitet 16 bis 20 Grad, lokal sogar etwas mehr.
Allerdings nimmt im Tagesverlauf die Bewölkung rasch zu. Grund dafür ist die heranziehende Kaltfront, die spätestens am späten Nachmittag oder Abend eintrifft. Mit ihr ist verbreitet Regen zu erwarten, teils auch intensiver. Lokal sind zweistellige Niederschlagsmengen möglich, begleitet von auffrischendem Wind mit Böen bis etwa 65 km/h. Einzelne Gewitter sind auch nicht ausgeschlossen.
Deutlich kühler am Sonntag
Hinter der Kaltfront strömt deutlich kühlere Atlantikluft nach Luxemburg. Am Sonntag liegen die Höchstwerte nur noch bei 8 bis 11 Grad – ein markanter Temperaturrückgang innerhalb kurzer Zeit. Das Wetter zeigt sich dabei überwiegend bewölkt. Die meisten Niederschläge verlagern sich wahrscheinlich etwas weiter nach Osten, sodass es in Luxemburg meist nur noch vereinzelt regnen wird, so der aktuelle Stand.