Nach Rassismusvorwürfen

Literaturszene verteidigt den Autor Guy Rewenig

Der Autor Guy Rewenig erhält für das Kinderliedbuch „Ballo Farfallo“ Rassismusvorwürfe im Netz, seine Kritiker*innen appellieren an öffentliche Literaturinstitutionen: Das Werk soll aus den Beständen verschwinden. Warum Nathalie Jacoby und Claude D. Conter sich dagegen wehren und was der Verband „ALL Schrëftsteller*innen“ dazu sagt.

Die einen halten ihn für einen antirassistischen Kämpfer, die anderen werfen ihm Fremdenfeindlichkeit vor: Guy Rewenig

Die einen halten ihn für einen antirassistischen Kämpfer, die anderen werfen ihm Fremdenfeindlichkeit vor: Guy Rewenig Foto: Editpress/Didier Sylvestre

„Mir waren die Anschuldigungen gegen Guy Rewenig unbekannt, bis u.a. das ‚Centre national de littérature‘ eine Beschwerde-Mail zu seinem Werk ‚Ballo Farfallo‘ erreichte“, sagt Nathalie Jacoby, Direktorin des „Centre national de littérature“ (CNL), dem Tageblatt. Rewenig wurde in den sozialen Medien Fremdenfeindlichkeit in seinem Kinderlied „Kleng Ried fir déi friem Päiperlécken“ (siehe Seite 14 und 15) unterstellt. Jacoby hält das Ganze für ein Missverständnis und bedauert, dass ausgerechnet das eine Debatte über Fremdenfeindlichkeit in der Literatur auslöst. Claude D. Conter, Direktor der „Bibliothèque nationale“ (BNL), teilt diese Ansicht – und will die Vorfälle deswegen nicht ausführlich kommentieren.

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