Mostra di Venezia
Let’s get the feckin’ band back together
Fünf Jahre sind nach seinem zweifach Oscar-prämierten letzten Film „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ vergangen. Es sollte vier Filme dauern – nach Brügge, Los Angeles und der titelgebenden Stadt im amerikanischen Midwest –, bis dass sich Dramatiker, Drehbuchautor und Regisseur Martin McDonagh das erste Mal in seine irische Heimat begibt, um dort einen seiner Filme zu situieren. Wobei: Der Handlungsort von „The Banshees of Inisherin“ ist frei erfunden.
Colin Farrell und Brendan Gleeson, die unter Martin McDonaghs Regie bereits in „In Bruges“ zusammenspielten, sind beste Freunde – bis Gleesons Figur urplötzlich die Freundschaft beendet Foto: © 2022 20th Century Studios All Rights Reserved.
McDonaghs Inisherin ist eine in Größe sowie Einwohnerzahl überschaubare, aber saftig grüne und von Wasser und Wind charakterstark gepeitschte Insel, nur einen Steinwurf entfernt von der Westküste Irlands. 1923 herrscht Bürgerkrieg in dem damaligen irischen Freistaat, doch davon kriegen die Einwohner der Insel, bis auf den Krach und Rauchwolken in der Ferne, nur wenig, kaum was oder überhaupt nichts mit.