Bezirksgericht Diekirch
Lausdorn-Prozess: Experte kritisiert Mangel an Kommunikation bei Verfolgungsjagd
Ein Mangel an Kommunikation soll zum tragischen Unfall in Lausdorn geführt haben, bei dem im April 2018 ein Polizist ums Leben kam. So lautet zumindest das Fazit des Ermittlers der Polizeiinspektion am Montag zum Auftakt des Prozesses am Bezirksgericht Diekirch. Keinen Hehl macht der Experte zudem aus seiner persönlichen Auffassung, dass Verfolgungsjagden in der Ausbildung der Beamten viel zu kurz kämen.
Die Wucht des Aufpralls war fatal. Der Fahrer des Streifenwagens sollte seine schweren Kopfverletzungen nicht überleben. Foto: Police Lëtzebuerg
Kurz nach Mitternacht postieren sich in der Nacht zum 14. April 2018 vier Polizeieinheiten aus Wiltz, Diekirch und Ulflingen in Weiswampach. Unterstützt werden sie u.a. von einer Hundestaffel der „Unité de garde et de réserve“ und vier Polizeischülern, die in der Region ihr Praktikum verrichten. Ziel ist es eigentlich, nach Abschluss einer Tanzveranstaltung in der Nähe nach Drogen zu fahnden. Doch bis zur Sperrstunde sind es noch einige Stunden, weshalb sich die Einsatzleitung dafür entscheidet, die Zeit mit einer Fahrzeugkontrolle entlang der N7 zu überbrücken.