Esch-Bruch

Lärm, Licht und Schlacken: Fortschritte im Dossier ArcelorMittal Belval

Seit mehreren Jahren schon ist das ArcelorMittal-Werk Belval das Hauptthema des Interessenvereins aus dem Escher Stadtviertel Bruch. Dabei sind durchaus Fortschritte erzielt worden. Der Stahlgigant ist auf einige Forderungen der Anwohner eingegangen, genau wie die Stadt Esch.  

Am vergangenen Wochenende zog der Interessenverein seine Jahresbilanz

Am vergangenen Wochenende zog der Interessenverein seine Jahresbilanz Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Den aktuellen Stand im Dossier ArcelorMittal präsentierte der Interessenverein Bruch unlängst auf seiner Generalversammlung. Dabei konnte er durchaus Fortschritte melden, hat das Belvaler Stahlwerk doch auf die vielen Kritiken der Bürger reagiert und einige Maßnahmen umgesetzt oder zumindest eingeleitet. Dabei ging es in erster Linie um Ruhestörung, Lichtverschmutzung und Schlackenstaub

Zweimal kamen Vertreter des Interessenvereins, von ArcelorMittal und der Stadt Esch, in den letzten zwölf Monaten zusammen. Dabei gelobten die Vertreter des Stahlproduzenten Besserung. Zum Beispiel in Sachen Lärm. Kleinere Maßnahmen hätten bereits Wirkung erzielt, hieß es auf der Generalversammlung, zudem hätte der Konzern versprochen, bis zum Sommer 2025 einen „Plan d’action bruit“ vorzulegen. Außerdem will das Werk im Bruch-Viertel eigene Messstationen einrichten, um den Impakt der plötzlichen Lärmspitzen zu kontrollieren. 

Die Lichtverschmutzung wurde ebenfalls in den letzten zwölf Monaten reduziert, indem Pylonen und Spots neu ausgerichtet wurden. Diese Maßnahmen sollen von ArcelorMittal weitergeführt werden, genau wie der Umstieg auf LED-Beleuchtung. Auch das Problem des Schlackenstaubs, der regelmäßig Häuser und Autos von Anwohnern respektive TICE-Mitarbeitern verschmutzt, soll mit dem Bau einer Halle auf dem Weg zu einer endgültigen Lösung sein.  

Zufrieden zeigte man sich beim Interessenverein auch über die Reaktivität der Stadt Esch, die bei der Generalversammlung immerhin durch Bürgermeister Christian Weis (CSV) sowie den Schöffen Meris Sehovic („déi gréng“) und Bruno Cavaleiro (CSV) vertreten war. Immerhin seien von 2022 bis 2025 von 35 Verbesserungsvorschlägen des Interessenvereins 15 umgesetzt worden. Weitere 15 würden momentan von der Gemeinde bearbeitet werden. Sorgen bereiten dem Interessenverein momentan die Bürgersteige in der rue du Laminoir und dem Boulevard Pierre Krier, das Auto-Abladen der Merbag-Garage in der Beleser Straße, die Multisport-Anlage an der Marie-Muller-Tesch-Straße, die Kreuzung rue du Clair-Chène/rue Sidney Thomas sowie die Bushaltestelle am Boulevard Charles de Gaulle. (P.M.)

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