Interview

Lachsfisch, ein Rennpferd und unfreiwillige Aktualitätsbezüge: Den Atelier bringt Franz Ferdinand in die Rockhal

„Ich heiße superfantastisch, ich trinke Schampus mit Lachsfisch“: Diese fast schon dadaistischen und gleichzeitig sozialkritischen Lyrics wirkten umso kauziger, da sie auf dem Debüt einer schottischen Indieband fungierten, die sonst nur auf Englisch sang und die sich nach dem 1914 ermordeten Erzherzog benannte – ergo nach dem Ereignis, das den Ersten Weltkrieg auslöste.

Lachsfisch, ein Rennpferd und unfreiwillige Aktualitätsbezüge: Den Atelier bringt Franz Ferdinand in die Rockhal

(C) Donald Milne

Franz Ferdinand waren von Beginn an anders als ihre zum Teil aufgelösten, zum anderen Teil oft in die Belanglosigkeit abgedrifteten Bandkollegen von den Kaiser Chiefs, Bloc Party, Maximo Park oder den Futureheads: Sie waren schräger, dandyhafter und ästhetischer. Und jetzt touren sie ihr erstes Best-of „Hits to the Head“ mit neuer Besetzung, während in Europa 108 Jahre nach der Ermordung des Erzherzogs wieder ein Krieg wütet. Das Tageblatt hat sich kurz vor dem morgigen Konzert in der Rockhal mit dem Bassisten Robert Hardy – neben Sänger Alex Kapranos dem einzigen verbleibenden Gründungsmitglied der Band – unterhalten.

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