Springprozession
Knapp 7.000 Pilger in der Abteistadt
Nach zwei Jahren Zwangspause wegen der Corona-Pandemie war es am Dienstag wieder so weit: Tausende Pilger hatten sich bereits in den frühen Morgenstunden in Echternach eingefunden, um anschließend hüpfend und betend des heiligen Willibrord zu gedenken.
Traditionell tragen die Springer ein weißes Oberteil und eine dunkle Hose Foto: Editpress/Julien Garroy
Rund 6.900 Menschen wurden bei der diesjährigen Springprozession gezählt. Begleitet von Polkamusik, hüpften sie durch die Straßen der gut 5.000 Einwohner zählenden Stadt. Im Jahr 2011, als die Springprozession zum „immateriellen Weltkulturerbe“ der Unesco wurde, nahmen immerhin noch 12.231 Pilger an der Springprozession teil. Nicht nur die Zahl der Pilger nimmt seit Jahren ab, auch die der Zuschauer scheint gefühlt immer weiter zu sinken. Auf allen Terrassen entlang der Route konnte man dieses Jahr, ohne lange Wartezeiten erdulden zu müssen, einen Sitzplatz ergattern. Auch an den Bier- und Grillständen konnte man während und nach der Prozession ohne Probleme seine Bestellung aufgeben. Die sinkende Zahl der Gruppen ist auf einen Mangel an Musikkapellen, welche die Springer begleiten, zurückzuführen.