Neu im Kino
„Kingdom of the Planet of the Apes“: Zwischen Tragik und diffuser Hoffnung
Sieben Jahre nach „War for the Planet of the Apes“ ist mit „Kingdom of the Planet of the Apes“ eine weitere Fortsetzung des Reboots um den Planeten der Affen in den Kinos gestartet. Es ist ein weiterer Auftakt, der den Stoffgehalt des Originalfilms mit den heutigen Mitteln der digitalen Tricktechnik aktualisiert und dabei einmal mehr die zeitlose politische Brisanz des Ausgangsmaterials bestätigt.
Vermeintliche Primaten bei der Premiere von „Kingdom of the Planet of the Apes“ in Hollywood Foto: AFP/Valerie Macon
Fatalistischer könnte der neue Film um den Planeten der Affen nicht beginnen: Caesar, der Titelheld der Vorgängerfilme, wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Es ist eine ungewisse Beisetzungszeremonie und es ist unklar, wie sie das Schicksal der Affen beeinflussen wird. Der Anfang dieses „Neuen Königreichs“ wird mit der Asche des Alten begründet. Die Zustände haben sich für die Menschheit auf Erden indes sichtlich nicht gebessert. Das einstige Stadtbild als Zeichen eines urbanen, technologischen Fortschrittsgedankens ist nicht mehr. Laternen, Flugzeuge oder noch poröse Schiffswracks sind von Rost befallen. Ganze Straßen und zerfallende Hochhäuser sind mit Wildwuchs überzogen, die Natur fordert ihren Platz zurück. Mehrere Jahrzehnte nach Caesars Tod leben die fortschrittlichen und sprachfähigen Affen in einzelnen Clans, während die Menschen, ihrer Sprachfähigkeit beraubt, nur noch in kleineren Gruppierungen ein rückständiges Nomadentum fristen.