Ausstellung

Keine Kunst für weiße Wände: die Urban Art Biennale in der Völklinger Hütte

Im post-industriellen Dschungel des Weltkulturerbes startet die siebte Urban Art Biennale. Der perfekte Ort für eine Kunstschau mit Kunst, die man nicht zur Schau stellen kann.

Zwischen Vandalismus und Kunstmarkt: die „Anti-Graffiti-Folie“ des Hamburger Duos Moses & Taps

Zwischen Vandalismus und Kunstmarkt: die „Anti-Graffiti-Folie“ des Hamburger Duos Moses & Taps Foto: Karl Heinrich Veith/Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Als sich eine Wolke vor die Sonne schiebt, stoppt der Hammerkopf der Ölförderpumpe und sinkt in sich zusammen. „Was wir hier erleben“, sagt Vladimir Turner, „ist der Zusammenbruch des fossilen Brennstoffkapitalismus.“ Turner, Künstler aus Prag, grinst. Er steht auf dem Weg neben der Hochofengruppe der Völklinger Hütte. Hinter ihm fällt die aufblasbare Industriefigur immer weiter in sich zusammen. „Das Ding ist aus demselben Material wie eine Hüpfburg“, sagt Turner. Betrieben wird die Pumpe durch Solarpanels direkt vor ihr. Wenn die Sonne nicht scheint, kann die Förderpumpe nicht mehr „pumpen“. Ohne erneuerbare Energie keine Industrie.

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