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Judith Mackrell: „Frauen an der Front – Kriegsreporterinnen im Zweiten Weltkrieg“
Manchmal, so brutal das auch klingen mag, bringt Krieg sowohl Unheil als auch Chancen mit sich – etwa für Journalistinnen, wie man anhand des Zweiten Weltkrieges verdeutlichen kann. Der bot Journalistinnen nämlich die Möglichkeit, die „Klatschspalten hinter sich zu lassen“ und in Bereiche vorzudringen, die bis dahin Männern vorbehalten waren: Reportagen, Berichterstattung, Interviews, Kommentare zu zeitgeschichtlich relevanten Themen.
Die Autorin Judith Mackrell lebt zurzeit in London und wurde unter anderem mit ihren Artikeln für den „Guardian“ bekannt Foto: Joachim Mueller-Ruchholtz
Zwar gab es Kriegskorrespondentinnen schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg, aber nicht in der Maße, in dem sie dort zum Einsatz kamen: Gegen Kriegsende waren 250 akkreditierte weibliche Reporter auf alliierter Seite im Fronteinsatz. Waren die Texte anfangs streng auf Themen wie Truppenversorgung oder den Alltag von Krankenschwestern in Lazaretten reduziert, weiteten sich die Bereiche in Windeseile aus. Denn für die Berichterstattung eines weltweiten Krieges standen zu wenige Reporter zur Verfügung und man war auf die Journalistinnen angewiesen. Und deren Arbeit überzeugte, wie wir dem großartigen Buch „Frauen an die Front“ von Judith Mackrell entnehmen dürfen.